Sportangebote in der Therapie von Suchtkrankheiten

22. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Titelthema

Anlässlich des großen Themas „Sport“ in diesem Heft und des UN-Weltdrogentages am 26. Juni fragt DER NEUSSER den Jugend- und Sozialdezernenten Ralf Hörsken und den Leiter der Jugend- und Drogenberatung Neuss Norbert Bläsing, ob und inwieweit Sport helfen kann, Drogenkonsum vorzubeugen und Suchterkrankungen zu behandeln.

Der Neusser Jugend- und Sozialdezernent Ralf Hörsken weist darauf hin, dass regelmäßiges, moderates Sporttreiben mittlerweile bei einer ganzen Reihe von akuten wie chronischen Erkrankungen wissenschaft­lich als förderlich belegt ist. „Das gilt für Suchterkrankungen aller Art, so dass Sportangebote im Rahmen der Therapie von suchtkranken Menschen im hohen Maße Sinn machen.“
Sport ist in vielen, v.a. den stationären Behandlungsangeboten für suchtmittelabhängige Menschen ein wesentlicher Bestandteil“, bestätigt Norbert Bläsing, Diplom-Sozialpädagoge, Leiter der Jugend- und Drogenberatung Neuss „Das hat einmal damit zu tun, dass sportliche Betätigung eine sehr zuverlässige Methode ist, den oftmals geschundenen und vernachlässigten Körper – durch objektive Daten belegbar, aber auch im Sinne des Wortes für den Patienten selbst – ‚spürbar‘ wieder in Form zu bringen. Nicht zuletzt erzielen abstinente Abhängige so ein echtes Erfolgserlebnis in einer Zeit – der Therapie – in der ansonsten auch viel Schmerzhaftes zu verarbeiten ist.“

Ermutigung und Durchhalten – bis es Spaß macht

In stationärer Therapie sind Ermutigung, Halt in einer Gruppe, Motivation in besonderem Maße möglich und öffnen die Chance auf ein neues, unabhängiges Leben. (mehr …)

Welt-Yoga-Tag am 21. Juni

21. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben, Titelthema

Auf Vorschlag des indischen Premierministers Modi wurde im Jahr 2015 der Welt-Yoga-Tag eingeführt. Zahlreiche Angebote in Neuss machen es möglich, die wohltuenden Wirkungen der uralten und mittlerweile in vielen Formen weiterentwickelten Übungen auf Körper, Geist und Seele zu erfahren.

Die Anfänge des Yogas reichen in den Zeitraum zwischen 4000 und 6000 v. Chr. zurück. Alter Hindu-Überlieferung nach hatte der Gott Shiva die Yoga-Lehre dem Gott Brahma mitgeteilt, als dieser ihn um Rat fragte, wie die Menschen den Schmerzen und Leiden des Lebens entkommen könnten. Darum wird Shiva oft als Yogi dargestellt, der alle die vollkommenen Eigenschaften hat, die man durch Yoga erwerben kann.
Archäologen fanden über fünftausend Jahre alte Steinfiguren, die Menschen in Meditationshaltungen darstellen. Denn das Kernanliegen des Yoga war die Meditation. Die ursprüngliche Haltung war die sitzende Meditationshaltung „Asana“. Heute bezeichnen die Asanas die vielen Körperhaltungen im Yoga, die alle einen bestimmten Zweck haben.

Die Wissenschaft von einem gesunden, sinnvollen Leben

Auch wenn einige Asanas geradezu akrobatisch erscheinen, ist Yoga keine Akrobatik und keine bloße Gymnastikübung. In seinem Ursprungsland Indien gilt der Yoga als die Kunst und Wissenschaft, ein gesundes und sinnvolles Leben zu führen. Das Wort „Yoga“ bedeutet Vereinigung, Verbindung und steht für die Einheit von Körper, Geist und Seele. Neben dem heilsamen Einfluss der Yoga-Übungen auf die Funktionen des gesamten menschlichen Organismus, verfolgt Yoga das Ziel, die Harmonie zwischen der Begrenztheit des menschlichen Verstandes und dem Unendlichen herbeizuführen. Dazu vereint er geistige und körperliche Übungen miteinander.
Die Entspannung von Körper und Geist hat von Beginn an die wesentliche Rolle im Yoga gespielt. Die geistige Erleuchtung ist schließlich unerreichbar, solange der Körper starr, verspannt, der Geist unstet und unkonzentriert ist. Aus diesem Grund beginnt jede Yoga-Ausbildung damit, den Körper schmiegsam, elastisch und gesund zu machen, bis die Yogis und Yoginis eine völlige Körperbeherrschung erzielt haben. Dann wenden sie sich ihrem Geist zu und üben, Ruhe und Sachlichkeit in allen Lebenslagen zu erlangen.

Die bunte Welt des Yogas (mehr …)

Wie die Neusser Tafel den Überfluss nutzt, um Armut zu bekämpfen

20. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Eigentlich ist genug für alle da…

Der Aufnahmestopp für Ausländer der Essener Tafel vor einigen Monaten hatte bundesweit für Diskussionen gesorgt, da er nach Meinung vieler gegen die selbstauferlegten Grundsätze der Tafeln verstoße, nicht nach Herkunft sondern nach Bedürftigkeit zu entscheiden, wer aufgenommen wird und wer nicht. Als Begründung gab die Essener Tafel an, dass sich viele ältere Menschen und Alleinerziehende durch die hohe Zahl fremdsprachiger Männer abgeschreckt fühlten. Wie sieht die Situation bei der Neusser Tafel aus? Der Neusser hat nachgefragt.

„Einen Aufnahmestopp gibt es bei der Neusser Tafel nicht und wird es auch nicht geben“, so Monika Luchs, eine von mehr als 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern bei der Neusser Tafel. „Natürlich gibt es hier auch manchmal Probleme, aber das ist doch normal. Und die meisten wissen sich auch zu wehren“, schmunzelt sie. Die Neusser Tafel gibt es jetzt seit mehr als 20 Jahren. Anfangs vor allem gegründet, um Lebensmittel vor dem Verfall zu bewahren und an Obdachlose zu geben, ist die Nachfrage seitdem stetig gewachsen. Zunehmende Armut vor allem bei Rentnern und Alleinerziehenden ist einer der Gründe, aber auch eine gestiegene Zahl an Flüchtlingen. (mehr …)

Jedes Kind muss schwimmen lernen: Wie ein Seepferdchen im Wasser

18. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Titelthema

Im Jahr 2015 startete in Neuss das Pilotprojekt „Jedes Kind muss schwimmen lernen“. Wie sieht es heute mit der Schwimmfähigkeit der Neusser Kinder aus?

Die Schwimminitiative wurde ins Leben gerufen, weil Studien die alarmierende Tatsache ans Licht gebracht hatten, dass rund ein Drittel aller Kinder, wenn sie die Grundschule verlassen, nicht oder nur unsicher schwimmen können.

„Dem müssen und werden wir aktiv entgegenwirken. Nicht nur in unserer Funktion als Badbetreiber vor Ort in Neuss. Sondern auch, weil wir hier unsere gesellschaftliche Verantwortung sehen. Wenn Kinder frühzeitig schwimmen lernen, dann beugt das Ertrinkungsfällen vor, verbessert die Lebensqualität und fördert das sportliche Bewusstsein“, erklärte Matthias Braun, Geschäftsführer der Stadtwerke Neuss-Bädertochter.
Und der Vorsitzender des Stadtsportverbandes Neuss, Wilhelm Fuchs, betonte: „Schwimmen können sollte in einer modernen Gesellschaft wie der unseren eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Deswegen haben wir die Initiative ergriffen, um mit starken Partnern ein klares Zeichen zu setzen.“

Die Stadtwerke Neuss, der Stadtsportverband Neuss und der Ausschuss für den Schulsport im Rhein-Kreis Neuss beschlossen, allen Kindern vor Ort eine fundierte Schwimmausbildung zukommen zu lassen. Das Projekt begann testweise mit drei Neusser Grundschulen. Aufgrund der positiven Resonanz fiel die Entscheidung, das Projekt fortzuführen und auszuweiten.

Schwimmen für mehr Spaß und Lebensqualität (mehr …)

Nach erfolgreichen Pilotprojekt im letzten Jahr geht „Sport im Park“ von Juni bis September in die nächste Runde

15. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Sport, Titelthema

Es bewegt sich was in Neuss: In verschiedenen Parks gibt es ab Mitte Juni wieder die unterschiedlichsten Sportangebote. Von Yoga über Pilates, Qi-Gong, Zumba oder Stand-Up-Paddeling ist für jeden Geschmack und jedes Alter bestimmt das richtige Sportprogramm dabei. Was sie aber alle gemeinsam haben: Sie sind gratis, unverbindlich, draußen und machen jede Menge Spaß.

Was schon viele andere Städte im Programm haben, darf natürlich auch in Neuss nicht fehlen: Mit „Sport im Park“ bietet die Stadt auch dieses Jahr wieder in Kooperation mit dem Stadtsportverband und den Neusser Sportvereinen ein buntes Spektrum an Sportkursen unter freiem Himmel an. Gestartet als Pilotprojekt im letzten Jahr war die Resonanz gewaltig, die Teilnehmerzahlen hoch und das Feedback ausgesprochen positiv. „Tolle Sache, was die Stadt da anbietet“, entfuhr es manchem, der zufällig beim Spaziergang im Park auf eine Gruppe Zumba-tanzender Menschen stieß und manchmal auch spontan mitmachte.

Daher geht man in diesem Jahr mit einem erweiterten Programm wieder erneut an den Start. Täglich wechselnde Angebote an verschiedenen Orten laden jeden Interessierten herzlich ein, mitzumachen. Ganz gleich, ob beim Fit-Mix im Südpark, Kanu fahren oder Stand-Up-Paddeling auf dem Sandhofsee, Qi-Gong im Nordparkbad oder Pilates im Stadtgarten.

Sport hat wieder Hochsaison (mehr …)

Frivoles Durcheinander im plüschigen Etablissement: Die Komödie „Floh im Ohr“ im Rheinischen Landestheater

13. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

„La puce à l‘oreille“ von Georges Feydeau stammt aus dem Jahr 1907. Eine Verwechslungskomödie, die die brave Gesellschaft unsittlich aufmischt. Denn im „Hotel zur zärtlichen Miezekatze“ geht es turbulent einher. Der Auslöser ist die aus der Laune der Langeweile keimende Idee von Raymonde Chandebise, ihr Mann würde sie betrügen. Ein Lockvogel soll ihn überführen. Und schon ist das Verwechslungsspiel entfacht. Ein Klamauk – auch sicherlich. Aber einer mit Charme und Idee. Michael Lippold versteht, aus Elfriede Jelineks Übersetzung Akzente herauszukitzeln und nicht in plätschernden Schabernack zu verfallen. Wer ein Fan des Genres ist, kommt auf seine Kosten.

Georges Feydeaus „Floh im Ohr“ gilt als eine der turbulentesten Verwechslungskomödien der Theatergeschichte. Tumult in der sonst so sittsamen Welt gutsituierter, der Lust nicht entsagenden Franzosen. Ein bisschen Spielerei zweier gelangweilter Damen. Eine Vermutung, die noch haltlos ist. Eine Falle – und es geht rein ins heillose Durcheinander. Anonyme Briefe. Irrtümer. Ein eifersüchtiger Spanier. Ein Mann mit Sprachfehler. Überraschungseffekte beim Rendezvous. Hosenträger, die ihren Herren wechseln. Jacken und Mützen ebenso. Dazu Ohrfeigen ohne Zahl. Sprünge in der Ehe. Seitensprünge aus der Ehe. Überpotenz und Impotenz. (mehr …)

Neues Buch von Johannes Schwelm „Meine 100 schlimmsten Auftritte“

11. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Worum es im neuen Roman des Neusser Komikers und Behinderten-Pädagogen Johannes Schwelm geht, ist bei diesem Titel fast selbsterklärend. Statt uns mit Katzen oder renovierenden Handwerkern zu belustigen, sinniert Schwelm lieber humorvoll über das Siegen, Scheitern, Zwischenmenschliches und nur am Rande über Mutter.

Auch im bereits dritten Roman des Neusser Autors lässt sich wieder viel Autobiografisches entdecken und vermuten. Wir erfahren, warum der Ich-Erzähler des Werkes, der ewige Student Heribert Kowalski, der im Rheinparkcenter auf der 12. Etage logiert, sich zum Komiker berufen fühlt. Dazu, dass er für seinen ersten Auftritt frenetisch gefeiert wird. Was Träume weckt, die schon beim zweiten Auftritt brutal zerstört werden. Mit Humor und Herz verführt Schwelm abermals zum Durchlesen, Schmunzeln und Lachen. Wir begleiten Kowalski beim Scheitern auf seiner schier endlosen Suche nach Bühnenerfolg, Anerkennung und Liebe. Wir leiden mit ihm.

Ich habe Johannes Schwelm gefragt, warum er abermals eine Romanfigur erfunden hat, die er durch ein Wechselbad Schwelmscher Gefühle schickt. Andere Humoristen, z.B. Ralf Schmitz oder Torsten Sträter, stellen schließlich die eigene Bühnenfigur in den Mittelpunkt vermeintlich autobiografischer Übertreibung und Überzeichnung. (mehr …)

Ein Klassiker im Hip-Hop-Gewand – einzigartig wie bannend

8. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Q Brothers aus Chicago erneut auf dem Shakespeare Festival: Nach einem extrem starken Auftritt mit „Othello the Remix“ im Jahr 2012 sind GQ und JQ in diesem Jahr wieder im Globe zu Gast. Dass man Othello vom Schlachtfeld problemlos ins Musikbusiness übertragen kann, zeigten sie hier mit großem Erfolg vor sechs Jahren. Dieses Mal steht „Q Gents“ auf dem Programm des Chicagoer Rap-Duos, frei interpretiert nach Shakespeares „Two Gentlemen of Verona“. Proteus und Valentin sind nun Highschool-Footballstars, die im Verona College Prep intensive Erfahrungen auf dem Spielfeld der Liebe machen und dabei Freundschaft wie Loyalität auf eine harte Probe stellen.

Mehr als 20 Rollen, 2 Rapper und dazu Musik, live abgemischt von DJ Jackson Doran. Hört sich wild an – ist auch so. Denn wer die Q Brothers aus Chicago schon erlebt hat, kennt die Power, mit der sie die Bühne zum Schwingen bringen und das Publikum mit sich ziehen. Diese Mal wüten sie an der Highschool. In ihrer Hip-Hop-Version mischen sie das Leben der zwei Freunde Proteus und Valentin exzentrisch auf. (mehr …)

„Sandgetriebe“ im TAS: Startschuss der Fußballshow „Rein oder nicht rein“

7. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

„Fußball ist der geilste Ball der Welt“, das steht auf ihren knallig roten Trikots als sie die Bühne betreten. Noch sind sie am Tuscheln und besprechen die Aufstellung und die Taktik. Aber schnell laufen sie sich ein und zielen aufs Tor: Die vier Jungs der Band „Sandgetriebe“ um Frontmann Eddy Schulz sind im Fußballfieber. Wen wundert’s so kurz vor der WM. Aber bar ernst ist ihre Fußball-Comedy-Show nicht zu nehmen. Denn der FC UEFM, so der Name ihres neu gegründeten Vereins, stellt die Welt um die Pille auf den Kopf.

Es steht im Augenblick 1:1, aber es hätte auch umgekehrt lauten können“, so ein legendärer Spruch von Heribert Faßbender. Der trifft – ein musikalisches Eigentor, ganz im Sinne von Sandgetriebe. Die stehen im Fußballfieber. „Rein oder nicht rein“, das ist hier die Frage. Darum dreht das neue Programm. Doch keine Sorge, Shakespeare wird nur zart tangiert, hier geht es um die Hard Facts, den Kern der Sache: Fanwirbel ohne Hooligans, die Intelligenz von Fußballern oder um die Strapazen von Trainern. Auch um die Liebe im Fanblock. Moderiert wird das „Spiel“ von Frau von Bauerbecken und Herrn Latte (alias Franka von Werden und Sven Post). Da kann das „Runde“ nicht am „Eckigen“ vorbei. Oder wie sagte Lukas Podolski noch: „Ich denke nicht vor dem Tor. Das mache ich nie.“ Schuss und gut. So sind wir auch schon schnell drin in der „Bierseligkeit“ des Programms. Und im Loblied auf die Männer „am Rande“. Die Stimmung schwankt, der Rhythmus variiert; auf der Bühne, nicht im Publikum. Klar, die Fangemeinde ist am Ball. Denn die Fähnchen zum Jubeln wurden großzügig auf der Tribüne verteilt. Ein kluger Schachzug, Grölen und Schunkeln sind vorprogrammiert. Keiner grätscht rein, wenn Kapitän Edwin die Meute einstimmt. Im FC UEFM geht es harmonisch zu. Sektempfang für die Gäste und Shakehands. „Wir spielen zusammen.“ Gegeneinander war gestern. (mehr …)

Bewegtes Herz – starkes Herz

6. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Titelthema

War für Herzpatienten früherer Zeiten körperliche Schonung oberstes Gebot, weiß man heute, dass ein trainiertes Herz sich bei Belastungen weniger anstrengt und auch gegenüber Rhythmusstörungen widerstandsfähiger ist. Ermutigung, z.B. in einer Herzsport-Gruppe, und die geeignete sportliche Aktivität sind das A und O, um auch nach Herzoperationen oder mit schwachem Herz ein lustvolles, bewegtes Leben zu führen.

Körperliche Beanspruchung und sportliche Aktivität ist der beste Weg für Herzpatienten, ihr Herz, ihren Körper und ihr Leben auf Trab zu bringen und zu halten. Dabei sind allerdings einige Dinge zu beachten. Der Herzmuskel soll gefordert, aber nicht überlastet werden. Die Balance zwischen Unterforderung und Abbau einerseits und Überanstrengung andererseits muss in einem kontinuierlichen Prozess gefunden werden. Dabei, die körperliche Aktivität aufzubauen, immer mehr Spaß an ihr zu finden und Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit (wieder) zu gewinnen, helfen Herzsport-Gruppen.

Das neue Leben fürs Herz

Für etliche Betroffene waren Bewegung oder Sport im Leben nicht vorhanden, bis der Infarkt, der Bypass, die Stents, die Kurzatmigkeit in die Klinik und anschließend in die Reha führten. In der Rehabilitation strampelte man dann auf dem Ergometer und bekam anhand von Herz-, Pulsmessungen ablesbar widergespiegelt, wie es um die eigene körperliche Belastbarkeit bestellt ist. Das kann der Start in ein neues, aktives, schöneres, im wahrsten Sinne des Wortes „bewegteres“ Leben sein.

Sicher aktiv in der Herzsport-Gruppe (mehr …)

Am 9. Juni startet wieder der Neusser Sommernachtslauf: Gemeinsam im Laufschritt durch die Innenstadt!

4. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Sport, Titelthema

Der Rhein Kreis Neuss ist wieder im Lauffieber. Wohin man auch schaut, jetzt wird für den 36. Neusser Sommernachtslauf trainiert: in der Mittagspause im Stadtpark, auf den Rheinwiesen, in Schulen und Kindergärten, in der Gruppe, oder alleine… Neusser von klitzeklein bis groß machen sich bereit für dieses sportliche Highlight des Breitensportes am Samstag, den 9. Juni 2018.

Der von der TG Neuss veranstaltete Lauf bringt Einzelpersonen, Freunde, Familien, Schulen, Vereine und Firmen gemeinsam an den Start. Die Begeisterung der aktiven Sportler aller Altersklassen, die unzähligen interessierten Zuschauern, die die Läufer anfeuern, sowie ein buntes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgen für die fantastische Atmosphäre, die Teilnehmer, Besucher und Organisatoren so schätzen.

Um den Neusser Sommernachtslauf in dieser Größenordnung zu realisieren, müssen viele an einem Strang ziehen. Jahr für Jahr bilden die Turngemeinde Neuss, viele ehrenamtlichen HelferInnen, sowie zahlreicher Sponsoren und Förderer zusammen mit der Agentur h1 communication ein großes, eingespieltes Team um den Sommernachtslauf zu dem zu machen, was er ist. Sport verbindet!

Der Neusser Lauf, mit seiner besonderen und mitreißenden Atmosphäre, ist aus dem Terminkalender der Stadt längst nicht mehr wegzudenken und lockt Jahr für Jahr mit der gelungenen Mischung aus Breitensport für Groß und Klein sowie abwechslungsreichem Rahmenprogramm, Tausende von Menschen in die Innenstadt. In diesem Jahr erwartet das Publikum wieder ein buntes Unterhaltungsprogramm, neben den Läufen von Mini Marathon, Schullauf über Hand in Hand Lauf bis hin zum Staffellauf, der unter anderem durch die stimmungsvollen Fanlights zu einem der Highlights in der Dämmerung gehört, sorgen mehrere Bands, die unter anderem als Walking Act unterwegs sind, für Rhythmus in der City. Auch die Sponsoren auf der Sponsorenmeile lassen sich immer wieder etwas Neues für die Besucher einfallen und ist so stets beliebter Publikumsmagnet. So wird in diesem Jahr das Team von Yogimotion mit einem kleinen Yoga Programm für die perfekte Vorbereitung der Sportler sorgen. Läufer aber auch Zuschauer sind herzlich willkommen, zuzuschauen und mitzumachen. Neben dieser und vielen weiteren Aktionen sorgen zwei Bands für den richtigen Rhythmus und gute Stimmung. (mehr …)

Ein Stück Schottland im Rhein-Kreis Neuss

1. Juni 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Eigentlich liegen die schottischen Highlands ja nicht gerade um die Ecke. Dennoch gibt es hier im Rhein-Kreis Neuss die Möglichkeit, ein Stück Schottland live zu erleben und schottisches Lebensgefühl zu erfahren. Am ersten Juni-Wochenende finden nämlich die 6. Highland Games in Rommerskirchen-Oekoven statt. Ein sportliches Event, aber auch ein großes Fest und Vergnügen für Jung und Alt bei freiem Eintritt.

Putting the Stone, Tossing the Caber, Weight for Height, Scottish Hammer und Throwing the Horse Shoe – Das sind die klangvollen Namen verschiedener Disziplinen bei den Highland Games. Dahinter stecken durchaus ungewöhnliche sportliche Herausforderungen: Steinstoßen, Baumstammüberschlag, Gewicht-Hochwurf, Hammerwurf und Hufeisenwerfen. Wohlgemerkt: So ein Stein wiegt dann 11 Kilo, die Gewichte wiegen je nach Klasse über 20 Kilo. Weitere Disziplinen sind Fass-Rollen, Baumstamm-Slalom im Team und Strohballen-Hochwurf. „Es ist ein schöner Mix aus Geschicklichkeit, Kraft und Lauffähigkeit“, erklärt Uwe Friedrich seinen Sport. Er ist Mitinitiator der Highland Games und als 1. Vorsitzender der „Highlander Oekoven“ für die sportliche Seite zuständig. „Unser Sport sieht wild und wüst aus, aber mit der richtigen Technik ist er locker machbar.“ Das Publikum bekommt jedenfalls einiges an Action geboten, wenn am 2. Juni fast 20 Teams aus ganz NRW gegeneinander antreten. Übrigens alle im Quilt, denn der Schottenrock ist bei der Ausübung Pflicht. „Das Besondere ist, dass wir dieses Jahr die NRW-Meisterschaft der Teams bei uns in Oekoven ausrichten“, freut sich Friedrich. Und der traditionelle schottische Hochlandsport ist längst nicht nur für Männer attraktiv: „Es treten auch zwei gemischte Teams an und sechs Frauen-Teams. Das Alter der meisten SportlerInnen liegt zwischen achtzehn und etwa sechzig Jahren.“ Nicht weniger spannend versprechen sonntags die Einzelwettkämpfe zu werden. Hier bestreiten neben Kindern und Jugendlichen auch die amtierende Schweizer Meisterin Stefanie Frey und Hanshugo Sürth von den „Pulheim Highlanders“ die schottischen Disziplinen. Der 76-jährige Sürth ist aktueller Weltmeister seiner Altersklasse und das schon zum zweiten Mal. „Der Sport ist spektakulär und wird mit Leidenschaft betrieben. Das macht richtig Spaß“, verspricht Friedrich. Das Motto der ‚Highlander‘: „Geh auf den Platz, hab‘ einen schönen Tag mit Freunden und gib dein Bestes!“

Ein Fest für alle (mehr …)