Von der Kunst der Verwandlung

18. März 2019 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Amihai Grosz und Matan Porat im Neusser Zeughaus

Als Gründungsmitglied des Jerusalem Quartet war er immer schon einer Vielzahl von musikalischen Einflüssen verbunden. Er geht einen ganz eigenen Karriereweg. Beweglichkeit, Bandbreite und Geschmeidigkeit zeichnen den Israeli Amihai Grosz aus; und verbinden ihn mit seinem Instrument. Grosz ist nicht nur einer der besten Bratschisten, sondern spielt zu allem Überfluss auch noch ein traumhaftes Instrument von Gasparo da Salò aus dem 16. Jahrhundert. Als Solist wird er geschätzt für eine fast unwillkürliche Romantik und seine unerschütterliche tiefe musikalische Integrität. Bereits 2010 beriefen ihn die Berliner Philharmoniker als 1. Solo-Bratschisten ins Orchester. Am 20. März wird er mit einem weiteren herausragenden israelischen Künstler, dem Pianisten Matan Porat, im Zeughaus gastieren. (mehr …)

Die Bü.NE (Bürgerstiftung Neuss) – Mit neuem Vorstand und frischen Ideen ins Jahr 2019

15. März 2019 | Von | Kategorie: Neusser Leben

Das Jubiläumjahr der Bü.NE 2018 war ebenso erfolgreich wie turbulent. Doch nun blickt der neue Vorstand unter dem Vorsitz von Bärbel Kremers-Gerads nach vorn, um die erfolgreiche Arbeit der Bürgerstiftung fortzusetzen, aber auch weiterzuentwickeln. Mit klaren Zielen und neuen Ideen möchte sie mit ihrem Team eigene Akzente setzen.

Letztes Jahr war Bärbel Kremers-Gerads noch „Praktikantin im Vorstand“, wie sie lachend erzählt, wollte sich die Arbeit einfach mal anschauen, nun ist sie seit Dezember gleich die neue Vorsitzende. „Es ist das Konzept der Bü.NE, das mich absolut überzeugt“, sagt sie zu ihrer Motivation, „mit Menschen etwas für Menschen zu tun.“ Das glaubt man ihr sofort. Zu ihrem neuen Team gehören außerdem Wolfgang Steinert als ihr Stellvertreter und Gisela Werhahn als Beisitzerin. „Wir arbeiten immer im Team und das finde ich auch gut“, betont Kremers-Gerads. Alle drei sind der Bü.NE von Anfang an verbunden, haben sie als Gründungsstifter vor nun elf Jahren mit ins Leben gerufen, waren im Stiftungsrat und für einzelne Projekte aktiv. (mehr …)

„No dig, no ride!“ Der „Steezepark“ geht an den Start

14. März 2019 | Von | Kategorie: Aktuelles, Familie, Neusser Leben

Bald ist es soweit: Ende April können Dirtbiker in Norf auf die Piste

„Macht einfach mal! war das Motto der letzten 4 Jahre“, so Urs Kusche, der sich zusammen mit anderen Dirtbikern für das Projekt „Steezepark“ stark gemacht hat. Davor lagen bereits einige Jahre, die für notwendige Genehmigungen draufgingen. Doch was lange währt, wird ja bekanntlich endlich gut. So wie bei dem Dirtbike-Parcours „Steezepark“, der in Norf ab Ende April endlich von allen befahren werden kann.

Noch liegen Planen auf den Erdhügeln, die auf dem Areal neben dem Von-Waldthausen-Stadion in Norf in den Himmel ragen. Hier können ab Ende April BMX-Radfahrer und andere Dirtbiker auf ca. 3.000 qm endlich ihre Künste zeigen, üben und perfektionieren. Auf drei verschiedenen Strecken – sogenannten Lines – können die Biker dann springen, driften und kurven. Unterschiedliche Schwierigkeits­grade müssen bezwungen und überwunden werden. Und es gibt eine kleine Übungsstrecke für Kinder und ganz Unerfahrene. (mehr …)

Gemeinsam statt einsam: Zusammen wohnen im Alter

13. März 2019 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Die Senioren-WG in Norf ist tatsächlich eine echte WG

Es waren einmal sechs Senioren, die beschlossen, eine WG zu gründen. Das war vor ungefähr zwei Jahren. Seitdem leben sie gemeinsam in einem Bungalow in der Ulmenallee und finden nach wie vor, dass das eine gute Idee war, denn sie sind nach wie vor eine starke Gemeinschaft.

Wohnformen im Alter gibt es viele: Von den eigenen vier Wänden über den erneuten Einzug bei den eigenen Kindern oder in ein Mehrgenerationenhaus bis hin zu gehobenen Seniorenresidenzen und normalen Seniorenheimen. Die Senioren-WG in der Ulmenallee ist allerdings einzigartig in Neuss, denn es ist eine echte WG. (mehr …)

Schauspiel von Dick van den Heuvel im TAS

6. März 2019 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Ruhestand – oder der große Aufbruch

Sie sind schon ein Leben lang zusammen, Hetty und Wilhelm. Ein Rentnerehepaar mit gutem Auskommen. Sie haben einen Sohn und einen Enkel – und waren glücklich. Zumindest so glücklich wie man als „altes“ Pärchen so ist. Es gibt eigentlich keinen Grund, das Dasein infrage zu stellen oder sich Sorgen zu machen. Außer dass das Lebensende irgendwie bald naht und die Frage aufkeimt: Kommt noch was? Nach der Buchvorlage der niederländischen Schriftstellerin Yvonne Kroonenberg hat ihr Landsmann Dick van den Heuvel ein feinsinniges Bühnenstück über die Unterschiede von Männern und Frauen verfasst. Eine unterhaltsame Studie zum Thema „der Mann und die Genügsamkeit“; einfühlsam stimmig jetzt im Theater am Schlachthof auf der Bühne zu sehen. (mehr …)

Alonzo King Lines Ballet auf den Internationalen Tanzwochen Neuss

18. Februar 2019 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Präziser Fluss aufbrechender Konzentration

Alonzo King ist dafür bekannt, ein Netzwerk zu vielen Künsten zu hegen und dies gezielt zu nutzen. Über 20 Jahre arbeitet der Choreograph auch mit Zakir Hussain zusammen, dem klassischen Tabla-Virtuosen aus Indien. 2007 war von ihnen in Neuss bereits die Choreographie „Rasa“ zu sehen, manch einem vermutlich noch in Erinnerung. In dem neuen, gerade in San Francisco zur Premiere gebrachten Stück „Sutra“ verzahnt sich einmal mehr die rhythmisch komplexe Musik des Tabla­Spielers mit Alonzo Kings eigentümlicher Choreographie zu einer faszinierenden Formensprache. Am 21. Februar kann diese und seine virtuosen wie hervorragenden Tänzerinnen und Tänzer in der Neusser Stadthalle bestaunt werden.

Noch nicht lange ist es her, da konnte das Alonzo King Lines Ballet sein 35-jähriges Bestehen feiern. Ein Ereignis, das die amerikanische Truppe zum Anlass nahm, eine Reihe ungewöhnlicher Arbeiten vorzustellen – unter anderem das abendfüllende „Sutra“. (mehr …)

Brücken in und um Neuss: Von einer Seite zur anderen: über Brücken

12. Februar 2019 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Die großen Brücken über den Rhein, die neue Brücke über den Hafen, Brücken über die Erft, die Obererft, den Nordkanal, im Stadtgarten, über Bahngleisanlagen, Straßen, für Fußgänger, Fahrradfahrer und/oder Autos. Kurz, überall in und um Neuss gibt es Brücken und bieten Anregung für Brücken-Touren.

Die Jüngste

Wie ein großes geschwungenes Rohr überspannt die einhundert Meter lange und 250 Tonnen schwere Pierburg-Brücke das Hafenbecken I. Seit Mai 2015 ist sie für Fußgänger freigegeben. Sie verkürzt den Weg vom Bahnhof zum Zulieferer für die Automobilindustrie von ehemals zweieinhalb Kilometer auf fünfhundert Meter. Dass sie am Werkstor von Pierburg endet, ist der Hinweis für ihre Zweckmäßigkeit. (mehr …)

Das hat doch Perspektive!

11. Februar 2019 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Eine klare win-win-Situation: Vom neuen Förderpaket profitieren Arbeitgeber und Langzeitarbeitslose

Es ist vom deutschen Bundestag beschlossene Sache: Seit dem 1. Januar gibt es das neue Förderpaket. Es erstattet Arbeitgebern, die Langzeitarbeitslose einstellen, einen Großteil der Lohnkosten. Insgesamt stehen den Jobcentern dafür in den kommenden Jahren vier Milliarden Euro zur freien Verfügung. Auch für das Jobcenter in Neuss bieten sich hier viele Chancen.

Trotz der guten Arbeitsmarktlage gibt es allein in Neuss rund 3.000 Langzeitarbeitslose, also Menschen, die seit mehreren Jahren arbeitslos sind und Leistungen nach SGB II beziehen. Ihre Chancen auf Aufnahme einer lohnenden Beschäftigung sind oftmals gering, obwohl viele von ihnen arbeiten können und dies auch wollen. Das soll sich mit dem neuen Förderpaket nun langfristig ändern. Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose einstellen, bekommen Lohnkostenzuschüsse in Höhe von 100 Prozent und für die Dauer von bis zu 5 Jahren. Außerdem erstattet das Jobcenter eventuell nötige Weiterbildungskosten und kümmert sich bei Bedarf um individuelle Förderung und beschäftigungsbegleitende Wiedereingliederungs- und Coachingmaßnahmen. (mehr …)

„Jackie“ von Elfriede Jelinek auf der RLT-Studiobühne – Eigeninszenierte Selbstentleerung

8. Februar 2019 | Von | Kategorie: Neusser Kultur

Pillbox-Hüte und Designer-Garderobe rückten sie ins Scheinwerferlicht. Kein Makel, hübsch und strahlend in jeder Situation, das zeichnete sie aus: Jacqueline Kennedy. Ihre Auftritte, dezent wie auffällig, machten sie in den 60er Jahren zur USA-Ikone. Eine schillernde Präsidentengattin mit astreiner Fassade. Schön und gebildet. Sie war die perfekte Frau an seiner Seite. Die First Lady von John F. Kennedy. Sein Blut befleckte ihr rosa Chanel-Kostüm nach dem Attentat. Aber nicht nur das trübte ihr Dasein. Seine Affären, Fehlgeburten, Totgeburt und Kindstod belasteten ihre Ehe und ihr Leben. Doch sie glänzte weiter – an der Oberfläche. Ihr Inneres gab sie nie Preis. Ein Grund für die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ihrer Persönlichkeit nachzuspüren und den Glamour abzukratzen. Der prasselnde Monolog wird jetzt auf der RLT-Studiobühne gezeigt. Jelinek, wie man sie kennt, fordernd provokant; und lohnenswert.

Worte prallen, winden und binden sich. Mit Wucht und Schwung, im Schwall. Auf eine vernichtende Melodie eingestimmt. Kratzend an allem, was Halt gibt. „Prinzessinnen-Dramen“ nennt Elfriede Jelinek den fünfteiligen Zyklus; im Obertitel mit „Der Tod und das Mädchen“ beschrieben. Auf dem Seziertisch liegen Frauen der Gesellschaft. Abstrakte, hoch komplexe Thesentexte entspringen ihnen. Diesen Toten, deren Worte lange keine Wahrheiten mehr sind. Nur noch Fiktionen, die den dahingeschiedenen Körpern angedichtet wurden und ihnen entfließen; sie philosophisch wie brutal entleeren. (mehr …)

Das Bildungszentrum Niederrhein (BZNR) – Damit der Start ins Berufsleben gelingt

7. Februar 2019 | Von | Kategorie: Neusser Leben

Das Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Niederrhein Krefeld | Viersen | Neuss gGmbH hilft mit unterschiedlichen Projekten im Bereich Berufsorientierung und Berufsausbildung jungen Menschen, ins Berufsleben zu starten und dort ihren Fähigkeiten entsprechend Fuß zu fassen.

Gegründet wurde das BZNR 1989 als Abteilung der Kreishandwerkerschaft Viersen. Seit 2014 ist es als eigenständige gemeinnützige GmbH und anerkannter Träger in der Jugendhilfe tätig.

Schwerpunkt der Arbeit ist die Unterstützung junger Menschen auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Berufsabschluss. Dabei arbeitet das Zentrum eng mit Handwerksbetrieben, aber auch mit Betrieben vieler anderer Wirtschaftsbereiche zusammen. Ziel ist die passgenaue Vermittlung zwischen Betrieb und jungen Menschen. Als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe verfügt das BZNR über etliche Angebotsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten sozialen Problemlagen. (mehr …)

Das 10. Ötte Album ist da – „gare du noise“

6. Februar 2019 | Von | Kategorie: Neusser Leben

Der Albumtitel lässt Insider sicher schmunzeln und Outsider grübeln. Gemach, Ötte hat kein Noise-Rock-, sondern ein Deutsch-Rock-Album gemacht und ein ernsthaftes dazu. Er ist stolz darauf, erstmals die Unterstützung eines bundesweit erfolgreichen Labels in Anspruch nehmen zu können. Wir drücken ihm die Daumen! (mehr …)

Aktiv für den Umweltschutz – Vier junge Neusserinnen im Einsatz gegen Plastikmüll

5. Februar 2019 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Es lässt sich längst nicht mehr ignorieren: Der von uns Menschen produzierte Plastikabfall verschmutzt nicht nur die direkte Umwelt, sondern auch die Gewässer einschließlich der Meere weltweit und ist in Form von Mikroplastik schon in unsere Nahrungskette gelangt. Vier Neusser Schülerinnen wollen das nicht so einfach hinnehmen. Vor zwei Jahren haben sie mit ihrer Aktion „Tauscht Plastiktüten gegen Stoffbeutel“ den Kampf gegen den Plastikmüll aufgenommen.

Die Schwestern Lilli und Maya Kirschbaum und ihre Cousinen Anika und Vicky Kirschbaum sind 15, 13, 14 und 12 Jahre alt. Jede von ihnen hat in der Schule viel zu tun und auch noch einige zeitintensive Hobbies wie Reiten, Tanzen und Musizieren. Keine Langeweile also. Dennoch investieren diese Mädchen freiwillig viel Zeit in ihr privates Umweltschutzprojekt: Sie nähen Stoffbeutel, um Plastiktüten überflüssig zu machen. Angefangen hat alles bei ihrer Großmutter: „Wir treffen uns jeden Montagnachmittag bei unserer Oma Hildegard. Und einmal hat sie uns von einer Fernseh-Dokumentation erzählt, die sie gesehen hatte, über die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll“; erinnert sich Maya. „Wir haben dann zusammen überlegt, was man dagegen machen kann.“ Die Idee zum Taschen-Projekt war geboren. (mehr …)