Bewegung hält fit und jung!

20. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben, Titelthema

In der zweiten Lebenshälfte wenden sich immer mehr Menschen dem Sport zu und das aus guten Gründen! Statt bequem auf dem Sessel zu sitzen und sich einem gemütlichen Lebensabend hinzugeben, nutzen die heutigen Senioren ihre neu gewonnen Freizeit und gestalten ihr Leben bewusst und aktiv. „70 ist das neue 60“, so lautet ihre Devise.

Ganz klar, dass auch Sport zu den beliebten Freizeitbeschäftigungen der älteren Generation gehört. Sie gehen aktiv durchs Leben und wollen ihre Gesundheit lange erhalten und stärken. Der Sport ist da die ideale Grundlage.

Es gibt viele Sportangebote, die sich ganz konkret an Senioren richten, so werden in fast allen Sportvereinen und Fitnessstudios spezielle Seniorensportarten angeboten, die an die individuelle Bedürfnisse und körperlichen Fähigkeiten der Senioren angepasst sind und diese nicht überfordern. Zu den seit Jahren beliebtesten Sportarten zählen dort die verschiedenen Gymnastikkurse, in denen Muskelkraft, Koordination und Ausdauer trainiert werden. Mitmachen kann dabei genau genommen jeder, der sich fit genug fühlt. (mehr …)

Wie Künstler denken – Interviews mit Neusser Kulturschaffenden Joachim Berger

19. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur
„Winstler denken“ ist eine neue Veranstaltungsreihe im Museum Kunstraum Neuss, bei der regionale Kulturschaffende aller Sparten über ihr Denken und Schaffen Rede und Antwort stehen. Viele Mythen ranken sich um den Künstlerberuf, wie aber die Realität des Berufs „Künstler“ wirklich aussieht, welche Lebenskonzepte dahinter stehen und welche Höhen und Tiefen er mit sich bringt, ist durchgehendes Thema dieser Gesprächsrunden.
Nach dem Maler Christoph Rehlinghaus in der ersten Veranstaltung, stellt sich nun der Schauspieler Joachim Berger vom Rheinischen Landestheater den Fragen von Vera Henkel und dem anwesenden Publikum.
Zum Beispiel diesen: Was sind das für Menschen, die tagtäglich in andere Rollen schlüpfen? Wie sehen sie die Welt? Warum ist Joachim Berger gerade Schauspieler geworden? Wonach suchte er, als diese Entscheidung fiel? Aber auch: Wie sieht sein Alltag am Theater aus? Wie kann man sich bloß all den Text merken? Welches war sein schönster Versprecher? Wovon träumt er tagsüber und wovon nachts?
Neuss ist Arbeits- und Wohnort für viele Kunstschaffende der unterschiedlichsten Sparten. Sie leben mitten unter uns und sorgen für ein reichhaltiges kulturelles Leben, von dem alle Bürger profitieren. Trotzdem ist der Beruf des Künstlers/der Künstlerin – zu Recht oder Unrecht? – noch von vielen Klischees umwoben.
Zeit also, genauer hinzusehen…

Keine Chance aufs freie Leben

18. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Neusser Musicalwochen zeigen „Spring Awakening“: Sie sind jung, neugierig und liebeshungrig. Woher die Babys kommen, ist nicht bekannt. In Sachen Körpererfahrung und Liebesleben lassen die Erwachsenen ihre Zöglinge im Ungewissen. Drängende Fragen und aufkeimende Gefühle finden keine Antworten oder Erklärungen. „Frühlings Erwachen“ ist eine gesellschaftskritische Tragödie von Frank Wedekind aus dem Jahr 1891, in der der Dramatiker das Versagen der Erwachsenen gegenüber pubertierenden jungen Menschen und ihren sexuellen Bedürfnissen anprangert. Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch und Liedtexte) haben daraus ein Rockmusical geschaffen, das 2006 mit dem Namen „Spring Awakening“ zur Uraufführung kam. Die Neusser Musicalwochen greifen den Stoff auf und setzen ihn erfolgreich fürs Globe um.

Im Abstand von maximal zwei Jahren finden die Neusser Musicalwochen statt. Sie sind zur Förderung von Nachwuchstalenten ins Leben gerufen worden, in Koproduktion der Musikschule und der Schule für Kunst und Theater der Stadt Neuss. Durch sie erhalten junge Musiker und Darsteller die Chance, unter professionellen Bedingungen an einem Musical mitzuwirken. Bestehen die Interessenten das Auswahlverfahren, so werden sie kostenlos in Gesang, Tanz und Schauspiel unterrichtet und dürfen ihre ersten Erfahrungen unter der Anleitung von Profis auf „großer Bühne“ machen. Gleichzeitig erleben sie den Probenalltag, auch die extremen Anstrengungen und Anforderungen. Nicht wenige nutzen dies, um sich auf eine künstlerische Berufslaufbahn vorzubereiten. (mehr …)

„Gleich kommen die Kinder!“ Wenn Kita und Altenheim gemeinsame Sache machen, hat jeder was davon.

16. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben, Titelthema

Frau Großmann* strahlt. Die 83-jährige Bewohnerin des Seniorenheimes „Haus Nordpark“ freut sich: „Gleich kommen die Kinder.“ Gemeint ist eine bunte Truppe von vier- bis sechsjährigen, die die nahegelegene Kita „Heilig Geist“ besuchen. Einmal im Monat treffen sie sich. Dann kommen entweder die Kinder in das benachbarte Altenheim oder eine Gruppe von Senioren besucht die Kinder in ihrem Kindergarten, um gemeinsam miteinander Zeit zu verbringen.

Das Projekt gibt es schon seit vielen Jahren. Angefangen hatte es mit den Martinszügen. Damals besuchten die Kindergartenkinder der Kita „Heilig Geist“ regelmäßig einmal im Jahr zu St. Martin die Bewohner des „Haus Nordpark“, um ihre selbstgebastelten Laternen zu präsentieren und einige Lieder zu singen. Natürlich auch in der Hoffnung, die eine oder andere Süßigkeit abzustauben. Aus dieser einmalig stattfindenden Begegnung ist seit mehr als vier Jahren viel mehr geworden. Mittlerweile gibt es regelmäßige Treffen von Alt und Jung. Mindestens einmal im Monat wird sich gegenseitig besucht. Um zu spielen, zu basteln, zu backen und gemeinsam Spaß zu haben. (mehr …)

Von Wundern aus Wäldern und der Sehnsucht nach Geld

13. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Das kalte Herz“ im Rheinischen Landestheater: Eine ungewöhnliche Auftaktpremiere hat sich die RLT-Hausherrin zum Saisonstart 2017/18 erwählt: „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff aus dem Jahr 1827 in einer jungen Bühnenfassung von Rebekka Kricheldorf. „Ein Kunstmärchen mit Musik“, so lautete die Ankündigung von Bettina Jahnke über diese Regiearbeit, ihre letzte am RLT. Märchenhaft, fantasievoll und kulissenprächtig dann auch die Realisation. Ein Glasmännlein, das als kluger, Waldkauz brilliert. Ein Peter Munk als armer, verrußter Köhler, der sein Herz für Reichtum und Ansehen verkauft – und auf der Bühne glänzt. Dazu Livemusik und der Lauf von Gut und Böse. Wie ein Gemälde mit Performance setzt sich das Werk zusammen, schillernd, markant gespielt, auch überzeugend im Gesang.

Da hocken sie auf zwei Bäumen im Schwarzwald, zwei Geister mit Macht und Wunderkraft: der Holländer-Michel und das Glasmännlein. Der eine verkörpert das Böse, den Teufel und die Verlockung. Der andere steht für Vernunft. Mit beiden wird Peter Munk zu tun bekommen. Er ist ein armer Kohlenbrenner, wird verhöhnt und hat keine Chance auf ein besseres Leben. So zieht er in den mystischen Wald, um als Sonntagskind vom Glasmännlein beschenkt zu werden. Und in der Tat, er findet es und hat drei Wünsche frei. Peter sprüht vor Forderungen, die sich alle um Vermögen und Prestige drehen. So will er unter anderem so toll tanzen können wie der Tanzbodenkönig, immer so viel Geld in der Tasche haben wie der reiche Ezechiel, eine Glasbläserei besitzen, eine Kutsche, ein Pferd und vieles mehr. Doch das Glasmännlein unterbricht seine Wunschflut und mahnt ihn das Richtige zu wünschen. Was Peter nicht versteht. „Verstand“, so schimpft das Glasmännlein erbost und schockiert. „Wünsch dir Verstand!“

Er schickt Peter mit einem Sack voll Geld und der Gewährung der erstgenannten Wünsche fort und hebt einen dritten Wunsch für ihn auf. Er solle das Wirtshaus meiden und sein Geld nicht verprassen, mahnt er noch. Erreichen tut er Peter nicht. Der protzt mit Reichtum, verzockt sein Geld und ruiniert die gekaufte Glasbläserei. So rasant er zu Geld kam, so schnell verliert er es. Und da das Glasmännlein keinen Taler mehr für ihn herbeizaubern will, lässt sich Peter auf die dunklen Machenschaften des Holländer-Michels ein: Er überlässt ihm sein Herz und erhält dafür an gleicher Stelle einen Stein. Und Reichtum, unbegrenzt.

Märchenabenteuer mit skurrilen Figuren

Ein guter Deal, die störenden Emotionen obendrein noch abgelegt. Schulgefühle und Sentimentalitäten gehören der Vergangenheit an. Die Mutter will er nicht mehr erkennen und wirft sie aus dem Haus. Das schönste Mädchen im Dorf, Lisbeth, wird seine Ehefrau. Nur erschlägt er sie, da sie das Almosenspenden nicht lassen will. Und erst als das Glasmännlein droht, ihn ableben zu lassen, macht er sich auf den Weg, sein Herz zurückzugewinnen. Jetzt mit Verstand.

Gezeigt wird ein phantastisches Märchen mit Geistern, redlichen und lasterhaften Menschen. Mit Versuchung, Dummheit und Gier. Eine frühe Kapitalismuskritik, so steht es im Programmblatt. Doch dafür ist es zu simpel gestrickt. Dennoch versprüht es einen märchenhaften Zauber, denn die Rollen sind „zauberhaft“ besetzt und die Darstellkunst betörend. Allen voran Johanna Freyja Iacono-Sembritzki. Ihr Glasmännlein tänzelt die Bäume hoch und runter, flink, verschlagen und „kauz“-genial. Ein Hingucker, eine wunderbare Kunstgestalt! Auch Josia Krug als Peter Munk versteht das Publikum zu bannen, sowohl im Spiel wie im Tanz. Seine Gesangseinlage „Ooh du hübsches Ding, ich versteck meinen Ehering“ mit dem Tanzbodenkönig (Richard Lingscheidt) von Seeeds berühmten Song „Ding“ ist ebenso gelungen wie Anna Lisa Grebes (in der Rolle der Lisbeth) „Liebe ist alles“ von Rosenstolz. Dazu kommt eine Bühne, die bestechend ins magische Reich entführt. Eine Galerie rot pochender Herzen ziert die stählerne Wand, deren zwei Tore sich in grelle bunte Welten öffnen. Davor der schummrige Schwarzwald mit den kahlgefressene Kletterbäumen in bedrohlich grün-blaue Dunkelheit gepackt.

Die letzte Inszenierung als RLT-Intendantin von Bettina Jahnke – die in der kommenden Saison die Führung des Hans-Otto-Theaters in Potsdam übernimmt – ist ein Augenschmaus, in der Faszination eines kunstvoll gestalteten Fantasyfilms. Leichte Unterhaltung im Zeitgeist, anspruchsvolle Untertöne sucht man vergebens. Aber eine bezaubernde Märchen-Show, perfekt und farbenprächtig in Szene gesetzt.

(Nähere Infos unter http://www.rlt-neuss.de)

Marion Stuckstätte

Training gegen Gewalt: Cool bleiben

11. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Kreises Neuss setzt bei der Durchführung von Anti-Gewalt-Trainings ein besonderes Augenmerk auf Aspekte der Interkulturalität. Kindern und Jugendlichen können hierdurch wichtige Lerninhalte vermittelt werden.

Was ist Systemisches Anti-Gewalt-Training? Deeskalationstraining? Sozialkompetenztraining?

Das Sozialkompetenz- und Deeskalationstraining soll den Teilnehmern, anhand von ausgewählten interaktiven Übungen ermöglichen, ihr eigenes Verhalten in zwischenmenschlichen Situationen zu analysieren. Die hierbei angewandten Methoden sind Interaktions-, Visualisierungs-, Kommunikations- und Deeskalationsübungen sowie die Rollensimulation von abstrakten und praxisnahen Situationen des alltäglichen Lebens und Berufslebens. Der Fokus der Übungen liegt hierbei stets auf dem eigenen Erkenntnisgewinn und dem persönlichen Wachstum. Anhand dieser Prämissen soll der eigene Standpunkt zum Thema Konflikte, die Verminderung aggressionsauslösender Reize, die Reflexion von strukturellen Gewaltfaktoren und die persönliche Gefährdungsbeurteilung erörtert werden.

Anhand von theoretischen Aspekten und praktischen Übungen aus dem Bereich der Konfrontativen Pädagogik, sollen den Teilnehmern Wege aufgezeigt werden, die zu einem bewussten und positiven Umgang in konfliktgeladenen Situationen führen. Des Weiteren sollen im kollegialen Austausch, unter Berücksichtigung konkreter Alltagssituationen, Lösungsansätze entwickelt werden, um destruktive Kommunikationsmomente frühzeitig zu erkennen, darauf angemessen zu reagieren und im besten Fall gar nicht erst entstehen zu lassen. Das Training bietet hier praktische Präventionsmaßnahmen und Interventionstechniken, welche die Bedürfnisse der Teilnehmer in den Vordergrund stellt. (mehr …)

Frauenberatungsstelle Neuss: Gewalt gegen Frauen

9. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Die Beratung von Frauen und Mädchen, die Gewalt erlebt haben, ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Frauenberatungsstelle in Neuss am Markt.

Die Frauenberatungsstelle am Markt steht Frauen in allen Krisensituationen offen. Nach wie vor kommen jedoch die meisten Frauen, weil sie Opfer von Gewalt geworden sind. Von den 874 Frauen, die 2016 die Beratungsstelle aufsuchten, waren 496 gewaltbetroffene Frauen. 46 Frauen waren Stalking-Opfer, 61 waren sexualisierter Gewalt ausgesetzt. 389 Frauen waren von häuslicher Gewalt betroffen. 323 von ihnen waren von der Polizei nach einem Einsatz vermittelt; 66 waren sogenannte Selbstmelderinnen.

Wer schlägt und misshandelt, begeht eine Straftat

Galt häusliche Gewalt früher als Familienstreit, in den Außenstehende sich nicht einmischten, stärkt seit 2002 das Gewaltschutzgesetz die Position der Opfer. Grundsätzlich heißt es: Wer Gewalt anwendet, muss gehen. Mussten früher die betroffenen Frauen, meist mit ihren Kindern, fliehen, macht das Gesetz es möglich, dass der Täter für zehn Tage aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen wird.

Wird die Polizei bei häuslicher Gewalt gerufen, erstattet sie Anzeige und übermittel die Daten mit dem Einverständnis der Betroffenen an die Frauenberatungsstelle „Wir treten mit der betroffenen Frau in Kontakt und laden sie zum Beratungsgespräch ein“, erklärt Ursula Habrich, Diplom-Sozialpädagogin und stellvertretende Leiterin der Frauenberatungsstelle. „Wir achten darauf, dass die Frauen in dem Zeitraum von zehn Tagen Anbindung zu uns finden. In ein oder mehreren Gesprächen werden sie über rechtliche Möglichkeiten informiert und haben die Möglichkeit, die erlebte Gewalt zu bearbeiten.“ Durch das sofortige Einbeziehen der Polizei gelingt es, die Zahl der Regelbrecher, die dennoch Einlass zur Wohnung suchen, einzudämmen. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, in denen es zu gefährlich ist, dass die Frau und gegebenenfalls die Kinder in der gemeinsamen Wohnung bleiben. Sie können dann Schutz und Sicherheit in einem Frauenhaus finden.

Gewalt hat viele Formen (mehr …)

Staub aufwirbeln für den guten Zweck

6. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

NeussEnduro – Spaß haben und Gutes tun:

Der große Traum eines jeden Reise-Endurofahrers ist eine Fernreise. Fernab von überfüllten Straßen und Ortsdurchfahrten über abgelegene Schotterpisten fremde Länder zu erkunden. Da sich Träume häufig nicht so einfach realisieren lassen, ist die Begeisterung bei NeussEnduro einen Vorgeschmack zu erhalten groß. Auch hier werden von den Fahrern verschiedene Geländestrukturen unter die Stollen genommen. Und das Beste ist, dass diese Veranstaltung bei allem Sport und Spaß für einen guten Zweck organisiert wird.

Nach der Idee des „Wupp-Enduro“ in Wuppertal wird für karitative Projekte vor Ort auf kleiner Flamme geschottert, über Hindernisse gesprungen und sogar regelrechte Schlammschlachten durchgeführt. Das Neuss-Enduro-Team rund um den Organisator Uwe Heeren hat für Anfänger wie auch fortgeschrittene Enduristen einen Geschicklichkeits-Parcours und viele andere Herausforderungen bereitgestellt.

Insgesamt fast 300 Anmeldungen vermeldete der Veranstalter Uwe Heeren für das 2. Event von NeussEnduro am 7. und 8. Juli 2017. Unter den Glücklichen, die einen der begehrten 80 Startplätze ergattert haben, waren 20 Frauen (Tendenz steigend), 10 FahrerInnen unter 20 Jahre und sogar Fahrer mit über 60 Jahren. Sie freuten sich unter anderem, die Motorcrossbahn in Grevenbroich mit ihren Reise-Enduros, die einen Hubraum von mindestens 600 cm3 aufweisen mussten, zu bezwingen.

Für gewöhnlich sieht man nur FahrerInnen kleinerer, sehr leichter Maschinen über Sandflächen und Rollkies fahren, Baumstämme und Autoreifen überwinden, Steilhänge hoch- und hinabfahren, aber die FahrerInnen der 200 bis 300 kg schweren Reise-Enduros verfügen über das Können und Geschick, ihre Maschinen über das Gelände zu führen und sogar über Holzschanzen und Sandhügel fliegen zu lassen. Dabei geht es ausdrücklich nicht um einen Wettbewerb, sondern um die Freude am Fahren der Reise-Enduros, dabei neue Erfahrungen zu sammeln, sich mit dem Team über die Leidenschaft auszutauschen und um den Gedanken mit der Veranstaltung Spenden für langfristige Kinder- und Jugendprojekte im Kreis Neuss zu sammeln. (mehr …)

Korschenbroich – Eine Kleinstadt mit vielen Qualitäten

4. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Neuss und seine Nachbarn Teil 5:Nur fünf Stadtteile bilden die kleinste Nachbarstadt von Neuss: Korschenbroich, Kleinenbroich, Glehn, Pesch und Liedberg sind zusammen die Stadt Korschenbroich. Im Grünen der niederrheinischen Landschaft gelegen, geprägt von vielen gut erhaltenen historischen Häusern und Bauwerken ist sie nicht nur touristisch interessant und als Wohnort gefragt, sondern profitiert wirtschaftlich auch von der Nähe zu den großen Städten Neuss, Mönchengladbach und Düsseldorf.

Archäologische Funde belegen eine Besiedlung der Korschenbroicher Gegend schon in der Frühzeit, und auch die Römer und später die Franken haben ihre Spuren dort hinterlassen. Erstmals schriftlich erwähnt aber werden die fünf Ortschaften im 12. Jahrhundert in diversen Urkunden, wie auf der Stadt-Homepage zu erfahren ist. Die Glehner Ortschaft Lüttenglehn wird damals noch ‚Luzzelenglene‘ genannt, Korschenbroich heißt – für uns heute sehr fremd klingend -, ‚Crismeke‘. Den Entwicklungen im Mittelalter jedenfalls hat Korschenbroich zwei seiner bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zu verdanken: das Liedberger Schloss und das Schloss Myllendonk. Beides waren Sitze damaliger Grundherren. „Im Korschenbroicher Stadtgebiet gab es zwei bedeutende Grundherrschaften: zum einen die Grundherrschaft Myllendonk, die Korschenbroich und Pesch umfasste und die 1700 die Reichsunmittelbarkeit erlangte; zum anderen die Herrschaft Liedberg, die seit 1279 im Besitz der kurkölnischen Erzbischöfe war“. (mehr …)

„Die Seele schleift im Schmutz“ im Theater am Schlachthof : Denken kostet nichts – bereichert nur

2. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Neusser Themenwoche bildete ein literarisch-musikalischer Abend zu Henry David Thoreau im Theater am Schlachthof. Seinem Gedankengut nachzuspüren und es auf heutige Zeit zu spiegeln, ist einen Theaterbesuch wert. Er war ein Vordenker in Sachen mutiger Gesellschaftskritik. Er nahm sich das Recht, aus der Reihe zu treten, Allgemeingültiges zu hinterfragen, marode Strukturen anzukreiden – und abzulehnen. Einer auf der Suche zum Menschsein. Einer, der zum Inbegriff des zivilen Ungehorsams wurde. Seine klugen Ansätze und tiefsinnigen Überlegungen nahmen viele nach ihm auf, um Widerstand zu leisten. Martin Luther King gehörte zu ihnen, genauso wie Mahatma Gandhi. Im TAS kann man seinen Reflexionen derzeit auf unterhaltsame, anregende wie humorvolle Art begegnen.

Gegen den Strom“ hieß die Neusser Themenwoche vom 9. bis 16. September, die mit der Premiere „Die Seele schleift im Schmutz“ begann und mit der Kulturnacht endete. Hochgucken, aufmerksam sein, nicht dumpf mitlaufen – sehen was in der Welt passiert und im Umfeld. Denken nicht ausschalten. Fragen stellen, auch nicht. Und obendrein den Mut finden, mal „nein“ zu sagen, auszuscheren und sich gegen Missstände aufzulehnen. In dieser unserer Zeit sind gesellschaftliche Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Gemeinschaft nicht die Schlagworte, um Zuspruch zu finden. Viele sind sich selbst am nächsten und damit genug ausgelastet – gar überlastet. Drumherum, das macht vielleicht Angst. Innendrin fehlt aber oft die Stabilität. Trump, Kim Jong-un und Le Pen im Ausland und in Deutschland wachsender Einfluss rechtspopulistischer Ideen und Parteien, die sich im Nährboden der allgemeinen Politikverdrossenheit hochzüchten: Wo geht das hin? (mehr …)

Auch in Seniorenheimen ist man auf den Hund gekommen

30. September 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben, Titelthema

Wie der Einsatz von speziell geschulten Therapiehunden in Seniorenheimen die Lebensgeister weckt: Wenn Luna einmal wöchentlich die Senioren in verschiedenen Seniorenheimen besucht, kommt Freude auf. Nicht nur bei Luna, einer neunjährigen Bobtail-Berner-Sennenhund Mischlingshündin, sondern vor allem bei den Bewohnern der Einrichtungen. Es wird gestreichelt, geredet, gefüttert und gelacht. Luna ist einer von vier Therapiehunden, mit denen die Mitarbeiter von DOG’S TOUCH regelmäßig sechs bis acht Neusser und Düsseldorfer Altersheime besuchen und für Abwechslung und Begeisterung bei den Bewohnern sorgen.

Da ist ja meine süße Luna,“ begrüßt Frau M.*, eine 86-jährige weißhaarige Dame, Luna. Das ist eher ungewöhnlich für Frau M., denn ansonsten redet sie nicht viel. Sie ist an Demenz erkrankt und scheint nicht viel von ihrer Umwelt wahrzunehmen. Aber wenn Luna kommt, ist das anders. Dann strahlt Frau M. richtiggehend und beugt sich vor, um Luna zu streicheln und erinnert sich sogar an ihren Namen. Freudig läuft Luna auf Frau M.‘s Rollstuhl zu, wedelt mit dem Schwanz und setzt sich zu ihr. Von Frau Schmitz-Philipp, ihrem „Frauchen“, einer ausgebildeten Therapiehundeführerin und Mitgründerin von DOG’S TOUCH erhält Frau M. ein Leckerli oder eine Packung zum selbstständigen Öffnen. Einige Leckerchen kann sie Luna reichen. Mit ihrer feuchten Nase nimmt Luna sich behutsam das Leckerli und lässt sich von Frau M. das wuschelige Fell streicheln.

Auch bei den anderen Teilnehmern der kleinen Gruppe ist Luna äußerst beliebt. Man sitzt im Kreis und Luna begrüßt schwanzwedelnd jeden der Anwesenden. Dann führt sie, sehr zur Freude der Senioren kleine Kunststückchen vor, die auf Anweisung von Frau Schmitz-Philipp die Senioren zum Nachahmen oder Mitmachen animieren. Die Übungen und Tricks haben unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und dienen zur Anregung der geistigen Mobilität und zur Besserung der Fein- und Grobmotorik. So haben die Senioren eine große Auswahl zwischen Wurf- und Versteckspielen mit Spielsachen der Hunde, Kontaktspielen mit dem Hund wie Pfötchen geben, Leckerchen vom Körper fressen, Körperteile erfühlen oder auch einfache Bürst-Angebote. (mehr …)

Der Star des Royal Ballet London mit eigener Compagnie aus Kuba

25. September 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Die Internationalen Tanzwochen Neuss sind ein Forum des internationalen, zeitgenössischen Tanzgeschehens. Jahr für Jahr, seit ihrer Gründung 1983, zeigen hier aufstrebende wie weltweit bedeutende Choreographen und Compagnien, was die Tanzszene bewegt. So präsentieren sich auch in dieser Saison wieder hochkarätige Ensembles mit ebensolchem Programm. Zwei Choreographien von Sidi Larbi Cherkaoui werden zu sehen sein, die Deutschlandpremiere der neuen kubanischen Truppe des Tanzstars Carlos Acosta und zum zweiten Mal die Martha Graham Dance Company aus New York.

Die Mischung macht’s. Altbekanntes und Neues in Relation zu setzen, frische Einflüsse aufzuspüren, aber die Überzeugungskraft von Altbewährtem nicht zu verkennen, so begründet sich der Erfolg der Neusser Tanzreihe. Auch in dieser Saison ist sie entsprechend zusammengestellt. Auf sechs besondere Tanzereignisse, davon zahlreiche Premieren, darf man sich in der Neusser Stadthalle von Oktober 2017 bis März 2018 freuen. Vier Neubegegnungen mit Compagnien aus Kuba, Wales, New York und Hong Kong werden zu sehen sein. (mehr …)