Ahoi im Kleinformat

23. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben, Titelthema

Bald sind die Modellkapitäne mit ihren Yachten, Rennbooten, Schleppern, Segelschiffen wieder auf dem Stadtgartenweiher zu sehen. Doch in der Winterzeit ruhte ihr Hobby nicht. Da wurde gebaut und am perfekten Modell und dessen Antrieb getüftelt.

Am 1. Mai geht es wieder hinaus aufs Wasser“, freut sich Christof Höing, Vorstandsmitglied des Schiffsmodellbauvereins Neuss. In der Saison treffen sich die Vereinsmitglieder jeden Sonntag am Weiher im Stadtgarten, Ecke Schorlemer Straße/Deutsche Straße. Bei gutem Wetter sind die Modellkapitäne aber auch schon vorher dort anzutreffen.

Der Kapitän baut selbst

Das Fahren der Schiffe auf dem See ist jedoch nur ein Bruchteil des Hobbys. Die spannende Herausforderung ist der Bau der Schiffe. Die Vereinsmitglieder fertigen ihre Modellschiffe von Grund auf selbst. Sie sind mit mehr oder weniger Details ausgestattet, an Vorbildern oder eigenen Ideen orientiert, aus Holz oder Kunststoff, mit Besatzung oder ohne. Der Kapitän hat die Wahl und weiß den passenden Maßstab und das ausreichende Gewicht zu berücksichtigen, mit dem er sein Modellboot sicher aufs Wasser setzen kann.

Im Unterschied zu den Standmodellen werden diese Modellschiffe per Funkfernsteuerung im Wasser bewegt. Das Kürzel RC, das oft vor Modellschiffen zu lesen ist, steht für Remote Control (Fernsteuerung). „Per Fernsteuerung lassen sich Segel und Ruder kontrollieren, so dass wir auch Segelschiffe vom Ufer aus navigieren können“, erklärt Christof Höing. „Laute Verbrennungsmotoren gehören der Vergangenheit an und sind auf dem Stadtgartenweiher nicht erlaubt. Unsere Schiffe segeln mit dem Wind oder sind elektrisch oder dampfbetrieben.“

Die Modelle sind meist zwischen einem halben Meter und einem Meter lang. Wird das Modell nach einem großen Vorbild gebaut, wird es meist im Maßstab 1:10 nachgebildet. Ein handliches Sportboot kann in einem größeren Maßstab umgesetzt werden als ein Riesenkreuzfahrtschiff. „Je größer der Maßstab, umso so genauer können Details nachgebildet werden“, so Christof Höing. „Wichtig ist, dass die Modelle gut transportabel sind.“ (mehr …)

Jubiläum – 10 Jahre Bü.NE Bürgerstiftung Neuss

22. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Vor einem Jahrzehnt wurde die Bü.NE von über hundert engagierten Neusserinnen und Neussern gegründet, um „unsere Stadt noch liebens- und lebenswerter zu machen“. Seitdem hat die Initiative viele gemeinnützige Projekte auf den Weg gebracht, finanziert und unterstützt. Eine Erfolgsgeschichte, die mit besonderen Aktivitäten und Überraschungen im ganzen Jahr gefeiert werden soll.

Wir wollen mit den Neusser Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam feiern“, sagt Dorothea Gravemann. Sie ist seit 2015 die Vorstandsvorsitzende der Bü.NE. „Daher haben wir uns bemüht, für jeden Monat etwas Besonderes zu planen, das zum einen die Arbeit der Bü.NE repräsentiert und sie zum anderen bekannter macht.“ Bereits im Januar hat das Jubiläums-Stiftungsforum in der Pegelbar stattgefunden, auf den Tag genau 10 Jahre nach der Gründung der Neusser Bürgerstiftung. Im Februar geht es nun um ein besonders bekanntes Projekt der Bü.NE, die Neusser FarbKästen. Die von Schülern mehrerer Innenstadtschulen künstlerisch gestalteten Stromkästen werden mit Unterstützung der Sparkasse Neuss einer aufwendigen Reinigung unterzogen. „Da sind durch die Schüler tolle Kunstwerke entstanden“, so Gravemann, daher solle ihnen im Stadtbild neuer Glanz verliehen werden. Besonders interessant für heimatverbundene Neusser dürfte die Ausstellung historischer Postkarten mit vielfältigen Neusser Motiven im April sein. „In unserer Geschäftsstelle werden in Zusammenarbeit mit dem Clemens-Sels-Museum über 200 gerahmte Postkarten zu sehen sein“, freut sich Michael Hohlmann, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Außerdem sollte man sich im Sommer nicht die Auftritte einer jungen Künstlergruppe (etwa 30 Kinder und Jugendliche) aus dem Ruhrgebiet entgehen lassen, die in Neuss eine „Sternenlichtrevue“ mit Tanz und Musik aufführen werden. Die Einnahmen aus der Benefiz-Veranstaltung kommen der Bü.NE zugute. Ebenso wie im Oktober der Erlös aus dem Benefizkonzert der ‚Philharmonischen Gesellschaft Düsseldorf‘ im Zeughaus. „Noch in Planung ist im November eine öffentliche Diskussionsveranstaltung mit einem prominenten Gast“, verrät Gravemann. Natürlich finden auch in diesem Jahr bereits etablierte Bü.NE-Aktivitäten statt: die Schultütenaktion gemeinsam mit der Deutschen Bank, das große Mitsing-Festival „Sing in Neuss“ in Kooperation mit der Musikschule, eine Kinderferienaktion mit dem Verein ‚Interkulturelle Projekthelden‘, um nur einige zu nennen.

Mitmachen und Mitgestalten (mehr …)

Tauschcafé öffnete seine Türen

21. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Hose – zu eng, Schuhe – zu klein, Geschirr – zu viel… Was tun? Wieso nicht einfach tauschen? Tauschen statt wegwerfen, na klar; tauschen statt neu kaufen, wieso eigentlich nicht? Es muss nicht immer Ebay sein oder ein Flohmarkt, bei dem man sich für ein paar Kröten die Beine in den Bauch steht.

So dachten sich auch die Initiatorinnen des ersten Tauschcafés in Neuss, Sonja Krekow und Rete Bugey von Transition Town Neuss. Die VHS Neuss stellte gerne die Räumlichkeiten zur Verfügung, mitsamt den Fazilitäten für eine gemütliche Kaffeerunde. Schnell machte die Neuigkeit über die Presse und die sozialen Netzwerke die Runde und am 11.11.2017 strömten zahlreiche Menschen jeden Alters in die VHS. Taschen wurden ausgepackt, die Waren auf Tischen ausgebreitet, Kleidung wurde anprobiert, Alltagsgegenstände begutachtet. Vieles wechselte den Besitzer: erstaunlich, wie perfekt manche Kleidungsstücke passten, wie Gegenstände lang gehegte Wünsche der neuen Besitzer erfüllten. Natürlich gab es auch „Ladenhüter“, an denen niemand Interesse zeigte. Zu Beginn wurde darum gebeten, nicht Getauschtes selbst wieder mitzunehmen, um haufenweise „Überreste“ zu vermeiden. (mehr …)

Zauberhaftes Kabarett mit Marc Weide in der Alten Post: Hilfe, ich werde erwachsen!

19. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Er ist der jüngste hauptberufliche Magier Deutschlands. Als 11-Jähriger stand er mit David Copperfield auf der Bühne. Ein Ereignis, das ihn dermaßen prägte, dass er selbst als Zauberer seinen Weg suchte. Heute, 15 Jahre später, hat er ihn gefunden, verzaubert sein Publikum live und in Fernsehshows. Und dies mit großer Begeisterung und weitem Zuspruch. Am 23. Februar ist er mit seinem aktuellen Programm in Neuss im Kulturforum Alte Post zu Gast.

Einer der besten Zauberer Deutschlands“ kündigte ihn der Sender SAT.1 seinen Zuschauern an und kürte ihn 2015 in der Sparte Künstler zum „Newcomer des Jahres“. Das sagt schon viel, aber lange nicht alles. Denn dieser Magier hat es in sich und hebt sich ab. Während die meisten Zauberkünstler, gerade die großen in den USA, mystisch und unnahbar bei ihren Shows daherkommen, setzt er auf Nähe. (mehr …)

MAGIC OF THE DANCE präsentiert die besten Irish Dance Tänzer der Welt

16. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Megan Kerrigan kehrt vom Londoner West End auf deutsche Bühnen zurück – Shooting Star Matt Smith erstmals in Hauptrolle auf Deutschlandtournee – zu sehen am 19.02.2018 in der Stadthalle Neuss.

Die weltweit besten Irish Dance Künstler kommen nach Deutschland: Mit explosiven Stepps und faszinierenden Formationen wird der Stepptanz bei MAGIC OF THE DANCE auf der am 10. Januar 2018 beginnenden Deutschlandtournee auf eine neue Spitze getrieben. Die vielfach preisgekrönte, international erfolg- und traditionsreichste Irish Dance Show entführt die Zuschauer auf eine emotionale Reise auf die grüne Insel – das ist irisches Lebensgefühl pur, getanzt und gesungen, gefeiert und umjubelt.

Jetzt wurden die Irish Dance Stars für die beiden Hauptrollen bekanntgegeben:
Die dreimalige Irish Dance Weltmeisterin Megan Kerrigan kehrt nach der Geburt ihrer ersten Tochter vor zwei Jahren auf die Bühne zurück. Und der erst 25jährige Matt Smith – der aktuelle Shooting Star der internationalen irischen Tanzszene – übernimmt die männliche Hauptrolle. Der All Ireland Meister und Weltmeister im Irish Dance feiert bei MAGIC OF THE DANCE seine Premiere in der männlichen Hauptrolle.
Die englische Tänzerin Megan Kerrigan steppt bereits seit ihrem 7. Lebensjahr und wurde bekannt durch ihre erste große Rolle in „Lord of the Dance“ von Michael Flatley 2010. Seitdem ist sie im Londoner West End und am Broadway aufgetreten und war bei MAGIC OF THE DANCE zuletzt vor zwei Jahren zu sehen.
Matt Smith stammt aus London und hat in Großbritannien sowie Irland alle wichtigen Wettbewerbe gewonnen. Seit seinem 17. Lebensjahr führten ihn Irish Dance Tourneen nach Nord- und Südamerika, Europa und Asien. Höhepunkt waren Auftritte im legendären Caesar’s Palace in Las Vegas, dem Palais de Congrès in Paris sowie der Londoner Wembley Arena. Besonders stolz ist er auf seine virtuosen, begeistert aufgenommenen Tänze im Londoner West End.
Weitere bekannte Ensemblemitglieder sind Cathal Byrne, einer der bekanntesten und erfahrensten Stepptänzer der Welt, die irische Tänzerin Maxine Spelman, die alle internationalen, irischen und britischen Turniere gewonnen hat, sowie die australische Stepptänzerin Shea Bolton Gough, die nicht nur seit Jahren eine der Top Ten Irish Dance Künstlerinnen ist, sondern auch in Musicals wie Les Misérables, Cinderella, West Side Story und Sweet Todd zu sehen war.
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Standup Kabarett mit Musik: Bitte denken. Ich warte.

15. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Die schlechten Nachrichten überschlagen sich, die Welt mit ihren Problemen schellt Sturm. Was soll man tun? Aufmachen? So tun, als wäre man nicht da? Oder mit Sack und Pack durchs Klofenster verschwinden?

Moses W. schaltet erst einmal Handy und Computer aus, saugt Staub und macht sich Gedanken über die Absurditäten des Alltags und das Dickicht des Unlogischen. Warum importieren wir über hunderte von Kilometern Wasser, wenn es zu Hause in der Küche lecker aus dem Wasserhahn tropft? Einerseits schafft der Einzelhandel Plastiktüten ab, verschweißt dafür aber gnadenlos alles, was von Natur aus schon eine schützende Schale hat. Kann es sein, dass eine Hand die andere wäscht und trotzdem alle Dreck am Stecken haben? Befindet man sich schon im Stellungskrieg, wenn man Stellung bezieht?
Moses W. hinterfragt jene Dinge, die uns als selbstverständlich erscheinen,seziert deutsche Ansichten und Gewohnheiten und haut sie dem Zuschauer bodenständig, temporeich und mit viel Spontanität um die Ohren.

„Bitten denken“ ist eine ernst gemeinte, aber amüsant verpackte Aufforderung an alle, die am liebsten der Welt die Tür vor der Nase zuknallen und ihr zurufen würden: „Ich bin dann mal weg!“ Nein! Kommt zurück! Denn hier ist einer, der auf euch wartet: Moses W.
Lied gut. Witz gut. Alles gut.
Übrigens: auch als Aufrechter kann man sich mal hinsetzen.

Am 21.02.2018 in der Trafostation Neuss, Deutsche Straße 2, 41464 Neuss
Beginn 20:00 Uhr (Einlaß 19:00 Uhr)

Ticketvorverkauf: Tourist Information „Neuss Marketing“ oder unter  www.neanderticket.de

Aus alt mach neu: Upcycling kennt keine Grenzen

15. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Titelthema

Ein Begriff, der inzwischen zum Trend geworden ist und beinhaltet: aus Altem etwas Neues gestalten, Weggeworfenes wieder verwerten, Materialreste aufwerten und mit ausrangierten Gegenständen experimentieren.

Recycling ist den meisten bekannt. Aus altem Material wird etwas komplett Neues hergestellt. Die ursprüngliche Form, Farbe und Funktion wird dabei nicht erhalten.
Upcycling hingegen ist die Umgestaltung und Aufwertung von alten oder weggeworfenen Gegenständen. Hierbei erhalten Form, Farbe oder Material durch die Umarbeitung eine neue Gestalt und Funktion. Oft werden gerade die charakteristischen Merkmale von Form und Material genutzt, nur plötzlich ganz anders als zuvor. Durch Einsatz von Fantasie und handwerklichem Geschick bekommen alte Dinge ein neues Leben. Upcycling ist gut fürs Milieu, da hierdurch weniger Abfall anfällt. Beliebte Beispiele sind Taschen aus alten Lastwagenplanen, Gürtel aus alten Fahrradreifen oder Möbel aus gebrauchten Paletten. Doch spannend wird es, der eigenen Fantasie zu folgen und zu experimentieren, z.B. was sich aus alten Waschmittelflaschen, Kleidungstücken, Zigarrenkistchen, Büchern etc. machen lässt.
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RLT-Projekt „Im Schlaraffenland“: Weizensäcke gegen Katastrophen

14. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Hähnchen, die gebraten durch die Luft fliegen – auch direkt in den Mund. Flüsse aus Wein und Bäume voller Brötchen. Dazu Brunnen, gefüllt aus reinem Champagner. Ludwig Bechsteins Beschreibungen des Schlaraffenlands dienen dem RLT-Rechercheprojekt von Carolin Millner als Anstoß. Anfangs unter Weizensäcken begraben, begeben sich drei Akteure auf Durchleuchtungskurs zum Thema Ernährung, Gesundheit und Existenz. Doch vom Paradies der Gaumenlust entfernen sie sich schnell, durchwandern Fertigprodukte und Billigpresswurst, um über Wert und Absicherung beim Katastrophenschutz zu enden. Eine pfiffige Inszenierung auf selbst entwickeltem Textgerüst, die viele Fragen in den Raum stellt; und sie gekonnt hallend in diesem kreisen lässt.

Wer findet wo sein Schlaraffenland? In Bechsteins Wonnereich gilt die Faulheit als höchste Tugend. Essen und Trinken in Hülle und Fülle, ein Traum der Menschheit, einer der Glückseligkeit. Doch hier und heute weiß man es besser. Oder auch nicht. Was passiert, wenn alles im Überfluss vorhanden ist? Eine Frage, die sich die aktuelle Studio-Inszenierung des Rheinischen Landestheaters stellt. Geschaut wird auf unsere wohl gespeiste zivilisierte Industrienation. Genug für alle, alles vom Feinsten und gerecht verteilt. – Ist das so?

Der Blick aufs Naheliegende ist der Ausgangspunkt der Betrachtung: Neuss, eine gutsituierte Stadt am Rhein. Die Lage am Wasser und die fruchtbaren Böden lassen die Gegend nicht nur in einem idyllischen Licht erscheinen, sondern gewähren der Stadt noch Wirtschaftskraft. Mit Deutschlands drittgrößtem Binnenhafen gibt es hier einen idealen Umschlagplatz für die in der Region hergestellten oder weiterverarbeiteten Produkte. Und: Neuss sitzt auf einem unsagbar wertvollen Gut – auf rund 8.000 Tonnen Weizen, die im Auftrag der Bundesrepublik in einem geheimen Lager aufbewahrt werden. Katastrophenschutz. In Krisenzeiten soll das Getreide zur Erstversorgung der Bevölkerung dienen. Das ist der perfekte Ansatz für das RLT-Theaterprojekt. Denn das Spielzeitmotto lautet #mäßigung. Das passt zum kritischen Blick aufs Schlaraffenland.

Von Essen und Status, von Ausgrenzung und Privileg (mehr …)

Bilder aus guten alten Zeiten

12. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben, Titelthema

Neuss History: The place to be für Heimatverbundene, Nostalgiker und Hobbyhistoriker
Alle, die wissen möchten, wie es in Neuss früher einmal ausgesehen hat, können entweder das Stadtarchiv besuchen oder sind herzlich eingeladen, der Facebook-Gruppe „Neuss History“ beizutreten. Hier kann Jeder Fotos aus guten, alten Zeiten hochladen, sie anschauen und auch gerne kommentieren. So kann man in Erinnerung schwelgen und in regem Austausch die Vergangenheit wiederbeleben. Für viele werden hier Kindheitserinnerungen wach oder bereits vergessen Geglaubtes vom Staub der Jahre befreit.

Die Facebook-Gruppe „Neuss History“ ist gelebte Erinnerung. Hier erfährt man beispielsweise, dass das beliebte Cafe-Restaurant „Mauerwerk“ früher erst Pferdestall, dann Manisch und noch etwas später Café Benz hieß und irgendwann in den 70gern ausgebrannt ist, wobei einige vermuten, dass es sich um eine eher absichtliche „warme Sanierung“ gehandelt haben könnte. Und dass es dort die beste Zwiebelsuppe gegeben haben soll. (mehr …)

Mädchen mögen MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik

11. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar:
Gute Kenntnisse in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bilden eine starke Basis für gute Berufschancen und sind das Rüstzeug, Fortschritt mitzugestalten. In einer modernen Gesellschaft ist es wesentlich, dass Mädchen und Frauen ihre Fähigkeiten als Naturwissenschaftlerinnen, Technikerinnen, Informatikerinnen einbringen.

Seit der Gründung ist „Mädchen stark machen“ der Leitsatz des Mädchengymnasiums Marienberg. Seit Beginn der 1990er hat sich die Schule in den MINT-Fächern zunehmend profiliert. Dieses Engagement wurde 2017 mit zwei Auszeichnungen gewürdigt.

Ausgezeichnetes Engagement

Zur Verleihung des Gütesiegels MINT betonte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer: „Der MINT-Sektor bietet Jugendlichen hervorragende Perspektiven – sowohl für eine berufliche als auch eine akademische Ausbildung. Deswegen gilt es, sie für diese Fächer zu begeistern. Die Förderung der MINT-Bildung in der Schule leistet einen bedeutenden Beitrag, Zukunftsperspektiven zu schaffen sowie den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen zu stärken.“
Hinzu kam die die Höchstförderung von 5.000 Euro vom Fonds der chemischen Industrie im Verband der chemischen Industrie (VCI) für Marienbergs engagierte Förderung der Schülerinnen im Fach Chemie. Diese Höchstförderung erhalten ausschließlich Schulen, die vielfältige Aktivitäten auch außerhalb des regulären Chemieunterrichts nachweisen können. Schülerinnen des Gymnasiums Marienberg nehmen zum Beispiel regelmäßig und mit großem Erfolg an naturwissenschaftlichen Wettbewerben, wie „Jugend forscht“, „Internationale Junior Science Olympiade“, „Internationale Chemie Olympiade“, teil.

Großes Interesse an Mathematik & Co. (mehr …)

Barfüßiger Tanz der Seele

9. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Martha Graham Dance Company aus New York zu Gast auf den Internationalen Tanzwochen:
Einem glücklichen Zusammenwirken mit dem Holland Dance Festival und der Oper Bonn ist es zu verdanken, dass die berühmte Martha Graham Dance Company aus New York zum zweiten Mal bei den Internationalen Tanzwochen Neuss zu Gast ist. Am 17. Februar 2018 steht die „Dark Meadow Suite“, die Highlights aus einer längeren Arbeit von 1946 der legendären Compagnie-Gründerin zeigt, auf dem Programm. Dazu wird das kurze Solo „Ekstasis“ von 1933 und Martha Grahams außergewöhnliche Choreographie „Chronicle“ zu sehen sein. Letztere schuf sie im Zuge ihrer vehementen Absage an Hitler, der die Grande Dame des Tanzes mit ihrem Ensemble für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1936 in Berlin gewinnen wollte. On top präsentiert die amerikanische Truppe Gegenwartskunst ebenfalls bedeutender Handschrift: die brandneue Choreographie „Mosaic“ von Sidi Larbi Cherkaoui.
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Jetzt wird´s bunt: Sprayerhände verzieren Brücken und Wände?

7. Februar 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben, Titelthema

Schmierereien? Sachbeschädigung? Gestaltungsspielraum? Moderne Kunst? An Graffitis scheiden sich die Geister. Für die einen sind Sprayer respektlose, kriminelle Schmierfinken, für andere moderne Street-Art Künstler. Fakt ist: Wer ohne Genehmigung Wände mit Graffitis besprüht, im Fachjargon „bombing“ genannt, begeht Sachbeschädigung und riskiert eine Bestrafung. Die gute Nachricht: In Neuss gibt es eine Reihe legaler Möglichkeiten, um seine Kunstwerke an die Wand zu bringen und so öffentlichen Raum bunter zu gestalten. Sie nennen sich „Halls of Fame“. Die größte befindet sich seit 1995 an der Unterführung am Konrad-Adenauer Ring.

Spätestens seit „Banksy“, dem berühmten Phantom der Graffiti-Szene (und für viele Sprayer ein absolutes Vorbild), sind Graffitis salonfähig geworden und hat sich das Label „Street-Art“ etabliert. Jeder Sprayer, der was auf sich hält, wäre am liebsten eine Art „Banksy“: ein anonymer Künstler, der es (weltweit) zu Ruhm und Aufmerksamkeit bringt. Gesellschaftskritisch, meinungsstark und durchaus auch demokratisch. „Warum darf die Stadt als öffentlicher Raum allein durch teuer erkaufte Werbeplakate gestaltet werden?“ Diese Frage stellt sich nicht nur „Tom“ (auch „Tom“ möchte anonym bleiben, daher wurde der Name von der Redaktion geändert), sondern sie beschäftigt viele Sprayer. „Die meisten Graffitis haben immer auch eine Botschaft, die einen Dialog anstoßen soll. Es geht um Gehört- und Gesehen-Werden, wir wollen Teil der Stadtkultur sein, die Stadt dient uns als Medium. Es kann nicht sein, dass die einzigen Botschaften Werbebotschaften von Firmen und Konzernen sein dürfen.“ (mehr …)