Neues aus der Rathauskantine

25. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Mahlzeit! Mein Name ist Alfred Sülheim, Stadtarchivar. Gemeinsam mit Controllerin Simone Strack, die ich regelmäßig in der Rathauskantine treffe, haben wir schon etliche spannende und brisante Abenteuer zum Wohl des Bürgers, des Steuerzahlers und unserer geliebten Heimatstadt Neuss erlebt und erleben sie täglich wieder. An dieser Stelle gebe ich zum Besten, was uns zur Zeit bewegt…

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Welttag des Buches am 23. April Neuss feiert und fördert das Lesen

23. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Am 23. April feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte den UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts.

1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum ‚Welttag des Buches‘, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die Idee geht auf die katalanische Tradition zurück, zum Fest des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Zudem ist der 23. April der Todestag zweier weltberühmter Dichter und Schriftsteller: William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Seit 1996 wird der ‚Welttag des Buches‘ auch in Deutschland gefeiert. Er wird unter anderem vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen unterstützt.

Um Kindern die Freude am Lesen zu vermitteln, erhalten ­SchülerInnen der 4. und 5. Klassen auf Gutschein das Welttagsbuch ‚Ich schenk dir eine Geschichte‘. In diesem Jahr ist diese Geschichte ‚Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard‘ von Sabine Zett.
Etwa dreißig Schulklassen kommen an den Tagen rund um dieses Lesefest in das Bücherhaus am Münster, um ihre Gutscheine einzulösen. „Das ist eine gute Gelegenheit, die Hemmschwelle, eine Buchhandlung zu betreten, abzubauen“, so Dorothea Gravemann, Inhaberin des Bücherhauses am Münster.

Keine Angst vor vielen Büchern (mehr …)

28. Shakespeare Festival im Globe Neuss: Faszination aus Fantasie

20. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Warum Shakespeare? – Die Frage stellt man sich in Neuss nicht. Denn schlichtweg begeistert hat man den elisabethanischen Meister und das jährliche Festival zu seinen Ehren in der Quirinusstadt aufgenommen. Lang lang ist es her, als das Globe nach Neuss an die Rennbahn zog. Aber des fantasiegewaltigen Wortjongleurs ist man hier keinesfalls überdrüssig. Im Gegenteil, Jahr für Jahr wird dem vierwöchigen Event im hiesigen ‚Wooden O‘ entgegengefiebert. Der Run auf die Karten ist ab Mitte März in vollem Gange. Wer noch keine hat, sollte sich spurten, denn das Programm der 28. Saison hat es wieder in sich. 36 Veranstaltungen von 14 Compagnien werden geboten. Tragödien, Komödien und Musik aus Deutschland, Spanien, England, Österreich, Polen und den USA; vom Ein-Personen-Stück bis hin zum großen Ensembleauftritt, alles ist dabei.

Ja, ja, Meister Shakespeare ist zu unserem sommerlichen Gefährten geworden. Und wird es wohl auch noch einige Zeit bleiben. Gott sei Dank! Denn sein Werk ist schier unerschöpflich, auch wenn der eine oder andere schon eine Menge von ihm gesehen hat. 38 Dramen schreibt man ihm zu; andere diese auch wieder ab. Aber wie dem auch sei, Marlowe oder Shakespeare, ein Genie oder ein kreativ Besessener, ein reges Schaffen steht dem Theatergänger hier in jedem Fall gegenüber. Über 400 Jahre sind die Werke alt. Was soll es, die Thematik, sie geht nicht unter. Gier, Neid, Liebe, Leidenschaft, Leid, Hass und Eintracht, das sind die Antriebsfedern menschlichen Schaffens. Romeo und Julia, Othello, Hamlet und Macbeth, mögen sie nicht im Sommernachtstraum tanzen oder im Sturm an Prosperos Inseln stranden, ihr Wesen treiben sie noch umher – auch heute, äußerlich verwandelt, ähnlich in neuem Gewand.

Drama über die Royals

Schauen wir auf dieses Jahr. Los geht es am 7. Juni, Ende ist am 7. Juli. „King Charles III.“ von der Bremer Shakespeare Company eröffnet das Festival mit einem „Future History Play“. Long live the Queen! Das wollen wir alle hoffen, doch irgendwann wird der Prince of Wales voraussichtlich als Charles III. die britische Krone tragen. In diese Zukunft blickt das Stück von Mike Bartlett, das 2014 im Londoner Ameida Theatre uraufgeführt wurde. Mit großem Erfolg. Die Bremer Shakespeare Truppe sicherte sich die deutsche Erstaufführung und nun spielen sie den Fall des Falles durch: Alle sind sie auf der Bühne – Charles und Camilla, William und Kate, Harry und immer wieder der Geist Prinzessin Dianas; eingebettet in politische Intrigen von Regierung und Opposition. Ein Drama über die Royals von Shakespeare’schem Ausmaß mit komödiantischem Akzent.

Shakespeare-Rapper aus Chicago

Einfallsreich und forsch geht es auch weiter. Ob die Q-Brothers aus Chicago Shakespeare rappen, Heinrich V. gegen Frankreich triumphiert, die Widerspenstige einmal mehr gezähmt wird oder Julia, diesmal aus Barcelona, ihrem Romeo verfällt, die Vielfalt ist groß, die Interpretationen von unterschiedlichster Couleur. Shakespeare gibt es im Originalton, im Film oder als Steilvorlage eigener Kreation.

Auch geht der im vergangenen Jahr erfolgreich eingeführte Kinder-Shakespeare-Tag in Wiederauflage.

Vom Schemel die Welt bespielen

Besonders freuen darf man sich auf die Rückkehr von Bea von Malchus aufs hiesige Festival. Eine Frau, ein Schemel – mehr nicht, so haben wir sie hier kennen und lieben gelernt. Mit einer grandiosen, heiter-geistreich wie wandlungsfreudig scharfzüngigen Darbietung, die ohne Tamtam die Fantasie beflügelte. Jetzt kommt sie in gleicher Manier und mit neuem Stück: „Queens – You can’t always get what you want!“ Es geht um die Geschichte und Vorgeschichte von Elisabeth I. und Mary Stuart, um Katholizismus versus Protestantismus und um den erbitterten Kampf um den Thron. So schlüpft sie sitzend in die Rollen beider Antagonistinnen und obendrein noch in die einer Bloody Mary, Catherine Parr, Lady Jane Grey, Marie de Guise und Caterina de Medici.

Komplex auf einfach

Wer diese One-Woman-Show noch nicht gesehen hat, sollte sie nicht verpassen. Viermal wird Bea von Malchus 2018 im Globe zu sehen sein. 2018 singt sie sogar – und bespielt die Welt. Das ist Shakespeare. Darum Shakespeare. War da zu Anfang nicht die Frage? Eine Frage, die Dr. Rainer Wiertz, Programmchef des Shakespeare Festivals, zu Beginn der diesjährigen Pressekonferenz in den Raum warf. – Und schnell die Antwort hatte: Klar Shakespeare, dieser Meister des Sezierens, der seismographischen Metaphern, der extremen Tiefen und komplexen Geschichten mit Verzückung, Verwirrungen und Verblendungen. Siehst du einen Reiter, so denke dir hunderte. Komplex auf einfach. Aus der Vorstellungskraft die Bezauberung bauen. Deswegen Shakespeare! Dieses Mal original, originell und temperamentvoll – wie eh und je. Unbedingt hingehen!!!

Tickets, zzgl. 12 Prozent Vorverkaufsgebühr, bei den bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 02131/526 999 99 – montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr, samstags von 9 bis 18 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen von 10 bis 16 Uhr – oder im Internet unter http://www.shakespeare-festival.de.

Marion Stuckstätte

Das große Reinemachen

18. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Wenn im Frühjahr die Grünanlagen wieder zu neuem Leben erwachen ist das auch den Teams der AWL zu verdanken: Ca. 1.000 Hektar Grünfläche gibt es in Neuss, viele Parks und Grünanlagen, die bei schönem Wetter gerne genutzt werden. Ob zum Spazierengehen, Radfahren, Sonnenbaden, Faulenzen, Spielen oder Grillen, gerade bei schönem Wetter zieht es viele nach draußen ins Grüne. Man genießt die frische Luft, das schöne Wetter und die fröhlichen Farben der wieder erwachenden Natur. Dass der Blick dabei nicht auf unzählige Schandflecken fällt, die durch achtlos weggeworfenen Müll entstanden sind, hat man der AWL (Abfallwirtschaftslogistik) zu verdanken, die seit 2012 für die Reinhaltung der städtischen Grünanlagen zuständig ist.

Bei Wind und Wetter sind die 17 Teams der AWL von frühmorgens bis zum späten Nachmittag unterwegs, um die Grünanlagen und Spielplätze der Stadt von Müll zu befreien und sauber zu halten. Fündig werden sie dabei immer und oft sind die Abfallsammeltransporter schon am frühen Vormittag voll. Ohne Ende zerfetzte Zeitungen, Verpackungsmaterial von Pizzakartons über leeren Süßigkeiten- und Chipstüten und Getränkebehälter bis hin zu ganzen Müllsäcken voll mit Plastik und Papier ist alles dabei. Achtlos einfach fallengelassen oder irgendwo hin geworfen. Dabei stehen fast überall Papierkörbe bereit, die regelmäßig geleert werden, insgesamt 880 in den Grünanlagen. Der Müll, der einerseits in vielen Fällen einfach nur „unschön“ ist, ist andererseits oft auch ziemlich gefährlich. (mehr …)

Gewinnspiel zum Ritterturnier im Südpark

17. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Wir verlosen 3*2 Tickets für das Ritterturnier im Südpark Reuschenberg am 21. und 22. April 2018!

Am 21. und 22. April findet im Südpark in Reuschenberg erneut das alljährliche Ritterturnier statt. Bestaunt von tausenden Besuchern starten die „letzten Ritter der Erdenscheibe“ in die Saison 2018.

Eine Lanze bei einem Ritterturnier wiegt etwa acht Kilogramm. Wenn André Pede, alias Karl der Kahle, vom Showteam „Wenzels Ritterspiele“ diese in die rechte Hand nimmt seufzt er meist. In seiner linken Hand hält er den Schild, der seinen Körper schützt und zugleich dem Gegner als Zielscheibe dient. Rechts die Lanze – links der Schild. Man fragt sich, mit welcher Hand er die Zügel hält und sein Pferd führt. „Die Zügel hältst du mit der Linken“, erklärt der Ritter. „Kurz vor dem Aufprall lässt du sie los und bringst das Schild in Stellung.“ Ein gutes Pferd wisse, dass es weiterlaufen müsse. „Das Pferd ist auch Profi“, sagt Pede „das weiß, wann es losgeht und kennt die Richtung.“

Weit über 500 Turniere hat der Stuntreiter schon bestritten, nur in den ersten Jahren gab Verletzungen. Mal eine Prellung, einen Muskelriss und auch einmal einen Bruch. Man könne noch so sicher im Sattel sein aber „manchmal haben Kleinigkeiten schmerzhafte Folgen.“ Eine Fliege im Auge seines Pferdes habe ihn schon mal zum Absturz gebracht. „Lang ist‘s her“ sagt er. An einem Turniertag gehen die Ritter um Pede zwei Mal auf die Turnierbahn, um im sportlichen Wettkampf die Lanzen zubrechen. Sieger ist, wer zuerst drei Lanzen am Schild des anderen zerbricht oder wer den anderen aus dem Sattel zwingt.

Darüber hinaus sind werden über fünfzig Handwerker- und Händlerstände auf den Wiesen des Südparks aufgestellt. Man kann den Meistern bei der Arbeit zuschauen, mit Händlern feilschen oder sich einfach nur durch den bunten Trubel schlendern. Mit einem Ziel vor Augen: einen der begehrten Sitzplätze in der Nähe der Bühne zu erhaschen. Denn auf dem überdachten Podium wechseln sich mittelalterliche Unterhaltungskünstler ab: Musiker, die mit Uralt-Instrumenten die Gassenhauer Anno 1300 spielen, Gaukler, die auf verblüffende Weise die Schwerkraft überlisten und ein Puppenspieler, der mit seinen hölzernen Kumpanen für Spaß bei kleinen und großen Zuschauern sorgt.

Das Markttreiben mit Turnieren findet Samstag und Sonntag jeweils von 11:00 bis 19:00 Uhr statt. Der Eintritt kostet 10,00 Euro für Erwachsene und 5,00 Euro für Kinder und 8,00 Euro für historisch gekleidete Besucher. Familien zahlen nur für das erste Kind. Für alle weiteren Kinder und für Kinder im Vorschulalter ist der Eintritt frei. Parkplätze befinden sich an der Eissporthalle. Die Rittertuniere, bei denen man Karl den Kahlen und seine Herausforderer mit ihren professionellen Pferden erleben kann, finden an beiden Tagen jeweils 13:30 und 16:30 Uhr statt.

Zur Teilnahme an unserem Gewinnspiel müsst ihr eine einfache Frage im Kommentar auf der Facebookseite Der Neusser bis Donnerstag, den 19.April um 12 Uhr beantworten:

Warum möchtet ihr unbedingt zu dem Ritterturnier in Neuss?

Die Gewinner werden im Anschluss per Facebooknachricht benachrichtigt.

Viel Glück!

Terminänderung: Özgür Cebe mit seinem Programm „Born in the BRD“ in der Trafostation Neuss jetzt am 20.09.2018

17. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Liebe Kulturfreunde, Liebe Kabarettfreunde,

leider muss der geplante Termin der Reihe „TrafoEntertainment präsentiert“, am Mittwoch, 18.04.2018 in der Trafostation in Neuss mit Özgür Cebe und seinem angekündigten Programm „Born in the BRD“ auf den 20.09.2018 verschoben werden. Die bereits erworbenen Tickets behalten weiterhin ihre Gültigkeit.

Am Mittwoch, 16.05.2018 geht es dann wie gewohnt weiter mit dem großartigen Jens Heinrich Claassen und seinem Comedyprogramm „13 Zentimeter“.

Karten können wie gewohnt in Neuss in der Tourist Information „Neuss Marketing“ oder unter http://www.neanderticket.de erworben werden.

Beginn: 20:00 Uhr | Einlass: 19:00 Uhr

TrafoEntertainment freut sich auf viele Gäste und unvergessliche Momente!

dkn-Debüt der Dirigentin Maestra Anu Tali: Amerika meets Baltikum

16. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Anstelle des ursprünglich geplanten Tirol Concerto von Philipp Glass werden im 5. Abonnementkonzert der aktuellen dkn-Saison Werke von Samuel Barber und Erkki-Sven Tüür sowie die Vier Temperamente von Paul Hindemith zu hören sein. Erstmals leitet die estnische Dirigentin Maestra Anu Tali die Deutsche Kammerakademie Neuss. Ein interessantes Debüt am Sonntag, den 22. April, um 11 Uhr im Zeughaus. Auch wegen der Besetzung am Piano, die Tamara Stefanovich übernimmt.

Zwei Künstlerinnen mit großer Brillanz, internationaler Beachtung und obendrein viel Entdeckungspotential stehen im 5. Abonnementkonzert der Deutschen Kammerakademie Neuss auf der Zeughaus-Bühne. Dort wo Anu Tali zum Taktstock greift, weht ein frischer Wind durch die Konzertsäle. Den Tamara Stefanovich noch zu verstärken weiß. Denn von dieser Pianistin schwärmte nicht nur die New York Times in den höchsten Tönen. Die Solistin der Matinee ist – wie ihre Kollegin am Pult – in den großen Konzertsälen daheim. Sie kennt die Podien der New Yorker Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie und der Tokioter Suntory Hall und hat mit der Royal Festival Hall und der Wigmore Hall zwei besonders feine Londoner Adressen im Tourenplan. Auch zeigt sie ihre Kunst bei etlichen renommierten Festivals, von Luzern und La Roque d’Anthéron über das Klavier Festival Ruhr und die Styriarte Graz bis hin zum Aldeburgh Festival. (mehr …)

Neuss und China: Eine faszinierende Begegnung

13. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Das Reich der Mitte in Neuss: Neuss und China verbindet nicht nur eine starke Wirtschaftsbeziehung, sondern auch ein intensiver kultureller Austausch. In Neuss gibt es immer mehr Möglichkeiten zu chinesisch-deutschen Begegnungen.

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an China denken? Peking-Oper, Frühlingsrolle, Tai Chi, die Verbotene Stadt, Produkte „Made in China“ … oder auch der Ginkgo-Baum, dem der Dichter und Naturforscher Johann Wolfgang von Goethe ein Gedicht widmete: „Ginkgo biloba“. Die erste Strophe lautet:

Dieses Baums Blatt, der von Osten
meinem Garten anvertraut,
giebt geheimen Sinn zu kosten,
wie ‘s den Wissenden erbaut.“

meili“ (chinesisch) = Faszination

Kennen Sie den chinesischen Staatspräsidenten namentlich? Laut einer Umfrage der Firma Huawei wissen nur 3 Prozent der befragten Deutschen, dass er Xi Jinping heißt. Umgekehrt kennen 20 Prozent der befragten Chinesen Johann Wolfgang von Goethe und 19 Prozent die Bundeskanzlerin Angela Merkel. (mehr …)

Von schönen Blumen und glücklichen Bienen

11. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Titelthema

Naturschutz im eigenen Garten: Jetzt ist die Zeit, Garten und Balkon auf Vordermann zu bringen und dafür zu sorgen, dass dort bald alles grünt und vor allem – blüht. Doch warum nur an den eigenen Nutzen und Genuss denken, wenn man mit der entsprechenden Bepflanzung ganz einfach auch etwas für den Naturschutz tun kann? Das hilft unseren fleißigen Honiglieferanten, den Bienen, ebenso wie ihren wilden Verwandten, Schmetterlingen und vielen Insekten mehr. Mit unseren Tipps wird ihr Garten oder Balkon zu einem Refugium für Mensch und Tier.

Man muss sich die immense Bedeutung der Honigbiene und ihrer Verwandten nur vor Augen führen: Diese fleißigen Insekten sind maßgeblich für die Bestäubung und damit den Erhalt aller Pflanzen zuständig. Das heißt: ohne ihre „Arbeit“ gäbe es keine Blumen, kein Obst und Gemüse, und unsere Vegetation wäre auch eine ganz andere. Mal ganz abgesehen davon, dass wir auf den leckeren Honig verzichten müssten. Gründe genug also, umgekehrt auch mal was für die fleißigen Tierchen zu tun. Selbst im kleinsten Garten ist das mit der richtigen Bepflanzung möglich – und auf dem Balkon.

Ein Garten für Biene, Hummel & Co. (mehr …)

Dachbegrünung in Neuss wird gefördert : Jetzt wird’s grün

9. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Titelthema

Wenn nach der langen, grauen Winterzeit die ersten Triebe von Grünpflanzen und Frühlingsblumen in Gärten und Parks den Vorstoß wagen, wächst die Vorfreude auf das Frühjahr. Wir sehnen uns nach frischem Grün und bunten Blumen; nach dem emsigen Summen der Bienen und dem morgendlichen Gesang der Vögel. Denn dies alles sind Zeichen für ein Erwachen der „Lebensgeister“ und für eine intakte Natur.

Wer genauer hinschaut, wird bemerken, dass in Neuss immer mehr Grün- und Brachflächen verschwinden: erst kommen die Landvermesser, dann die Bagger, die Maurer und innerhalb kurzer Zeit entsteht dort ein neues Zuhause, ein neuer Supermarkt oder gar ein ganzer Gebäudekomplex. Bauland ist rar und deshalb heiß begehrt. Da hat die Natur mitsamt Ihren natürlichen Bewohnern oft das Nachsehen. Zudem hat diese Entwicklung auch eine negative Auswirkung auf das Klima in unserer Stadt. Um dem entgegenzuwirken gibt es jedoch die Möglichkeit, der Natur einen Teil der bebauten Flächen sozusagen zurückzugeben – nur auf einer anderen Ebene: durch die Begrünung von Dächern, Carports und Häuserfassaden.

Dachbegrünungen bedeuten nicht nur mehr Grünflächen und klimaverbessernde Vegetationszonen; sie sorgen zudem für einen verzögerten Wasserabfluss, da die Pflanzen und Substrate viel Regenwasser aufnehmen und dadurch die Kanalisation enorm entlasten. Da wir in zunehmendem Maß mit extremen Wetterlagen und Regenfällen zu tun haben, ist dies ein sehr wichtiger Aspekt. Auch im Fall von starken Hitze- oder Kälteperioden bietet eine Dach- und Fassadenbegrünung eine wirksame natürliche Isolierschicht, die sich ausgleichend auf die Temperatur im Gebäude auswirkt. (mehr …)

Lust auf Garten, Pflanzen und Balkon: Tipps zum Saisonstart

6. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Titelthema

Obwohl Mitte März der Winter mit Minustemperaturen, Schnee und dunklen Tagen noch einmal zurückkam, ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten. Narzissen, Osterglocken und andere Frühblüher strecken kräftig ihre bunten Köpfe durch das Erdreich und zeigen ganz deutlich, dass die Außensaison nun langsam beginnt. Für jeden Garten- oder Balkonbesitzer heißt es: kräftig in die Hände gespuckt und frisch an die Arbeit!

Der Winter hat seine Spuren überall in der Natur hinterlassen und die gilt es nun erst einmal zu beseitigen. Sei es das liegengebliebene vertrocknete Laub, heruntergewehte Äste oder auch das Moos, das an nahezu allen Stellen sich breit gemacht hat. Großreinemachen also. Spätestens nun fällt uns auf, was wir doch schon lange verändern wollten, damit das grüne Wohnzimmer wieder zu unserem Lieblingsplatz wird. Reicht es aus, abzuwarten, bis die Pflanzen wieder ausschlagen und uns mit frischem Grün verwöhnen, oder müssen wir neue Pflanzen, Sträucher, Stauden und Bäume setzen? Und wie sieht es mit der Gartendekoration aus , ist alles noch intakt oder muss das eine oder andere ergänzt oder ersetzt werden?

Der Winter hat Schäden hinterlassen (mehr …)

Tänzelnde Hinrichtung unter trügerischer Maskerade

4. April 2018 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Kultur

Shakespeares „Othello“ im Rheinischen Landestheater:
Er ist anders als die anderen. Ein Außenseiter, ein Fremder. Einer mit großen militärischen Erfolgen. Er ist ein Held – klug, besonnen und aufrecht. Aber er kann nicht unterscheiden zwischen Gut und Böse, zwischen Liebe und Verleumdung. Denn er hat keine Bodenhaftung. In der RLT-Inszenierung von Mario Holetzeck wird Othello vom Dunkelhäutigen zum Albino, dem ungeliebten „weißen Afrikaner“. Desdemona ist nicht lieblich, dennoch ehrlich. Und der boshaft raffinierte Jago wird zum Tänzer facettenreich wandlungsfähiger Zerstörung; zum einflüsternden, teuflischen Kumpanen, der alle besticht – mordet und morden lässt. Ein Jago, der alle an die Wand spielt, brillant verkörpert von Michael Meichßner.

Fangen wir die Geschichte mal von hinten an. Da liegt Jago auf Othello. Erschöpft, verzweifelt. Unglücklich. Nur er ist über. Auf der Bühne ein Leichenfeld. Othello hat sich absichtlich in sein Schwert gestoßen. Desdemonas Vater ist in der Auseinandersetzung versehentlich erdolcht worden. Kurz nachdem er Othello aufklärte, dass der vermeintliche Widersacher und Geliebte seiner Frau Desdemona, Leutnant Cassio, auf Männer stand. Stand – denn auch er liegt unweit der anderen gelyncht am Boden. Neben Roderigo, ein wilder Verehrer von Desdemona, den Jago auf dem Gewissen hat. Und Desdemona, die Othello selbst erwürgt hat. Ein Schlachtfeld, das Jago mit Tücke, Eifer und Hingabe bereitete. Und doch ist er am Ende nicht zufrieden.

Souffleuse der Niedertracht (mehr …)