Im Neusser Karneval wird jeder mitgenommen! – „Ons Nüss helau!“

20. Februar 2017 | Von | Kategorie: Neusser Leben

Die fünfte Jahreszeit hat viele bunte Seiten, die geprägt sind von Geselligkeit, Humor und Lebensfreude.
Die Neusser Karnevalisten feiern ihre Session ausgelassen und nehmen da jeden mit. Ihnen sind alle Menschen willkommen, sie kümmern sich aber besonders gern und intensiv um diejenigen, die manchmal in unserer schnelllebigen Zeit ins Hintertreffen geraten.
Der Präsident vom Neusser Karnevals Ausschuss (KA), Jakob Beyen: „Das Brauchtum ist das Nachhaltigste, was Neuss zu bieten hat! Das gilt für das Neusser Schützenwesen ebenso, wie für den Karneval.Der Neusser Karneval steht für positives und fröhliches Miteinander, friedliches Feiern und nicht zuletzt Integration und Inklusion.“ (mehr …)

So schnell kann’s gehen: Digitale Nachbarschaftshilfe

15. Februar 2017 | Von | Kategorie: Neusser Leben

Novaèsium – Neusser helfen Neussern

Wer kennt einen guten Orthopäden, möglichst in Grimlinghausen? Wer hilft beim Verlegen von Laminat? Wo gibt es die besten Steaks in Neuss? 3-Zimmer Wohnung zu vermieten? Unfallzeugen, Mitfahrgelegenheiten oder Servicekräfte gesucht? Guterhaltener Kinderwagen preisgünstig abzugeben. Marmeladengläser zu verschenken…

Auf diese und viele andere Fragen, Angebote und Gesuche findet der wissbegierige Neusser schnell eine Antwort: Auf „Novaèsium: Neusser helfen Neussern“, einer vor 5 Monaten gegründeten und schnell wachsenden Facebook-Gruppe. Hier kann jedes Mitglied Fragen stellen, Veranstaltungstipps veröffentlichen oder erfragen und eigentlich alles Wissenswerte rund ums Leben in Neuss entdecken oder posten. Social media at it’s best: Es geht um Kommunikation und Interaktion. Und um die Teilhabe an kollektivem und/oder individuellem Wissen. Zumeist in Echtzeit, aber in jedem Fall sehr schnell. Das ist nicht nur für Neu-Neusser interessant, sondern auch für Alteingesessene, die in bestimmten Situationen nicht weiterwissen oder Tipps oder Hilfe benötigen. (mehr …)

„Jenseits von Eden“ im Rheinischen Landestheater – Kein Platz zum Träumen

14. Februar 2017 | Von | Kategorie: Neusser Kultur

Adam wird aus dem Paradies vertrieben. In der Bibel. Im Roman von John Steinbecks „Jenseits von Eden“ steht er lange schon außerhalb. Weit weg vom Garten Eden auf einer Farm im rauen Westen Amerikas am Ende des 19. Jahrhunderts. Er ist Teil einer über drei Generationen erzählten Familiensaga, in der sich die biblische Geschichte von Kain und Abel widerspiegelt. Die Verfilmung des Stoffs mit James Dean als „missratenen“, um Liebe buhlenden Sohn Caleb ist weltberühmt wie legendär. Sie widmet sich nur dem letzten Drittel des Romans. Die Theateradaption von Ulrike Syha umfasst alle drei Generationen. Michael Lippold hat sie jetzt in einem stimmigen Mix aus Erzählung, Musik und Spiel im RLT auf die Bühne gebracht.

Das Leben ist kein Kinderspiel. War es für Adam noch nie. Jeder muss sich seinen Platz erkämpfen. Nichts gibt es geschenkt, nicht Zuneigung, nicht Anerkennung oder Liebe. Nicht von einer Mutter, noch vom Vater oder vom Stiefbruder. Als tiefe Gefühle erfährt er aus seinem Umfeld nur Selbstsucht, Neid und Intrige. Keine Wunder, dass er sich im Reich der Emotionen nicht auskennt und sie weder zeigen noch deuten kann. Sein tugendhaftes Wesen schützt ihn nicht. Seine Sehnsucht erliegt der intriganten Verführung und seine Strebsamkeit erstarrt in gebrochenem Dahinsiechen. Seine Geschichte ist die der menschlichen Zerstörung. Die, in der die Menschen sich gegenseitig die Welt zur Hölle wandeln. Der gute Mensch als Spielball der Bösen und zugleich als der engstirnig Verblendete. In den Bösen entflammt das Leben, doch ihr Streben zwingt alle in den Ruin. (mehr …)

Lehm im Bau – ein uraltes Naturmaterial

14. Februar 2017 | Von | Kategorie: Neusser Kultur

Lehm erfreut sich zunehmender Beliebtheit und bietet für den Innenausbau eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Baustoffen. Was gibt es schöneres in den ungemütlichen Wintertagen, als die Behaglichkeit der eigenen vier Wände zu genießen. Für ein besonders angenehmes Raumklima sorgt ein Naturmaterial, das seit Ende des 20. Jahrhunderts die Aufmerksamkeit von Bauherren, Architekten und Innenausstattern wiedergewonnen hat.
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Lehm im Innenbereich
Wohl am bekanntesten ist die Anwendung von Lehm zum Verputzen der Wände im Innenbereich. Die Neusser Architektin Kaja Gilges erlebt die Vorzüge im eigenen Haus. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin des „Instituts für Tropentechnologie“ (Uni Köln) leitete sie ein Projekt in Ägypten. In den traditionellen Siedlungen dort kam sie in Berührung mit Lehm als Baumaterial. Überzeugt von den positiven Eigenschaften beschloss sie, dieses Material in ihre Arbeit als Architektin zu integrieren. Sie vertiefte sich in die theoretischen und praktischen Grundlagen des Lehmbaus. Bei der Renovierung des eigenen Hauses konnte sie dies Wissen praktisch umsetzen. Sie „mischte mit“, griff selbst zur Kelle und half beim Verputzten der Innenwände. (mehr …)

Blind, mobil und gut vernetzt

8. Februar 2017 | Von | Kategorie: Neusser Leben

Sehbehinderten- und Blindenverein auch in Neuss

„Wir nehmen 85 Prozent unserer Informationen mit den Augen auf. Steht diese Informationsaufnahme nicht mehr zur Verfügung, tut sich für die Betroffenen zunächst ein Abgrund auf. Sie fallen in ein Loch.“ Das weiß Ernst Balsmeier, seit 2009 Vorsitzender des Sehbehinderten- und Blindenvereins für den Rhein-Kreis Neuss e.V., aus eigener Erfahrung.
Er ist zertifizierter BPA-Berater. BPA steht für „Blickpunkt Auge“. Wer eine BPA-Beratung in Deutschland aufsucht, bekommt eine Beratung nach einheitlichem Qualitätsstandard auf höchstem Niveau. Das hat der Bundesverband, der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten Verband e.V. (DBSV) in Berlin beschlossen. (mehr …)

Eine Chronik der Furth: „Nüss henger de Bahn II“

6. Februar 2017 | Von | Kategorie: Neusser Leben

Seit 20 Jahren fördert der Initiativkreis Nordstadt das „Wir-Gefühl“ der Einwohner zwischen dem Bahnhof und der Stadtgrenze zu Kaarst. Wissenswertes und Unterhaltsames zur Furth und den Furthern liegt jetzt in einem beeindruckenden 370-seitigen „Hochglanz-Nachschlagewerk“ vor. Ein Must-have für Neusser.

Peter Dieter Schnitzler und Gleichgesinnten ist es gelungen, die Entstehung, den Wandel und das Wachstum der Furth äußerst unterhaltsam und präzise aufs Papier zu bringen. Selbst ein Further Jung wie ich weiß jetzt, wie wenig ich wusste. Dieses spannende, amüsante und fundierte Nachschlagewerk lässt uns dank seiner 40-köpfigen Autorenschaft tief in den nördlichen Teil des Neusser Kosmos gleiten. Beispielsweise Geographie: Das „Bananendorf“ war mir ein Begriff. Aber das Negerdorf? Meine Mutter wiederum wuchs im „Chinesen-Viertel“ auf. Krimi und Abenteuer: Die Geschichte des Räuberhauptmanns „Fetzer“ können Sie hier nachlesen. (mehr …)

Neuss baut dichter. Wer rettet die Natur?

2. Februar 2017 | Von | Kategorie: Neusser Leben

Das Forum Neusser Stadtentwicklung fordert im 11. Stadtgespräch: „Artenvielfalt braucht (Frei-) Fläche“. Es geht um unbebaute Flächen, die für uns Grünflächen waren. Um Wiesen, die man mit Blocks oder Reihenhäusern „verdichtet“. Es geht um Gewerbegebiete, die zu Siedlungen und Äcker, aus denen Gewerbegebiete werden.

Initiator Roland Kehl ruft dazu auf, im Dialog mit der Verwaltung den „Flächenverbrauch“ zu stoppen. Kehl: „Seit 1979 bis heute sind im Schnitt pro Jahr 16 Fußballfelder an innerstädtischen Freiflächen bebaut worden.“ Von Josef von Tumbrinck, Vorsitzender NABU/NRW, erfahren wir: 45 Prozent der Artenvielfalt in NRW ist gefährdet, der Kiebitz dem Tode geweiht, einige Arten sind bereits verschwunden. Faktisch ausgestorben konnte so der Feldhamster leider nicht die Kaarster Äcker vor dem neuen Ikea retten. Der Umwandlung von Agrarland fallen weitere Orte der Vielfältigkeit wie Hecken, Wegrandpflanzen und Brachen zum Opfer. Die Umwandlung innerstädtischer grüner Flächen in Neubauten, sowie die „Betonierung“ von Hinterhöfen und Gärten nimmt der Natur den Raum. Wir können das z.B. daran merken: Vor wenigen Jahren hatten wir bei zügiger Fahrweise massive „Insekten-Einschläge“ auf der Windschutzscheibe. Heute hat man das kaum. Das liegt am 75-prozentigen Rückgang der Fluginsekten-Biomasse, einem oft lästigem aber wichtigen Glied der natürlichen Nahrungs- und Befruchtungskette. Wir sollten uns sorgen. (mehr …)

Jeder kann etwas für den Klimaschutz tun

31. Januar 2017 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Sturm Ela bleibt unvergessen. Er hat uns deutlich gemacht, wie sehr Klimaschutz und Klimaanpassung nötig sind. In Neuss setzt die Stabsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung in Zusammenarbeit mit allen Dienststellen das Ziel um, die CO2-Emissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, und alle Neusser Bürgerinnen und Bürger können aktiv mitwirken.

Klimaschutz kann jeder durch sein alltägliches Verhalten zu Hause und am Arbeitsplatz und durch kleinere und größere technische Maßnahmen umsetzen.
Wir alle können aktiv beim Klimaschutz dabei sein und der Erderwärmung entgegenwirken. Einige Beispiele:

Stromsparen
Durch die Vermeidung von Stand-by lässt sich einiges an Strom sparen.
Gibt es im Haushalt noch Glühbirnen oder Halogenbirnen? Wer die durch LED-Leuchten ersetzt, wird es am geringeren Stromverbrauch feststellen. Im Dezember 2016 veranstaltete die Stadt Neuss zusammen mit der Verbraucherzentrale bereits eine LED-Tauschaktion. Mitarbeiter der Verbraucherzentrale und der Stabsstelle Klimaschutz und -anpassung nahmen die Stromfresser im Tausch gegen LED-Leuchten entgegen und informierten über die sparsamen Leuchtmittel. (mehr …)

Matinee von der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein: Farbige Nachtmusik am Morgen

18. November 2016 | Von | Kategorie: Neusser Kultur

Am 20. November ist Totensonntag. Für viele ein Tag der inneren Einkehr und des Gedenkens. Ihn mit klassischer Musik zu begehen, ist ein Weg, seinen Gefühlen Raum zu geben. Um 11 Uhr im Neusser Zeughaus gibt es eine einladende Möglichkeit hierzu: Die Deutsche Kammerakademie Neuss spielt Musik des 20. und 21. Jahrhunderts unter Leitung ihres Chefdirigenten Lavard Skou Larsen. Werke von Bernard Stevens, Peter Seabourne, Mikolaj Górecki und Szymon Laks werden zu hören sein; und die bestechende Fenella Humphreys als Solistin an der Violine.

Romanzen“ der jüngeren und jüngsten Musik hat Lavard Skou Larsen für die November-Matinee der Deutschen Kammerakademie Neuss ausgewählt. Die Spielzeit 2016/17 ist die zwölfte und letzte Saison, in der er als Chefdirigent und künstlerischer Leiter für die dkn zur Verfügung steht. Viele innovative Ideen und Ausflüge in künstlerische Grenzbereiche sowie klassisch hochwertige Darbietungen hat das Orchester ihm zu verdanken. Auch die Weiterentwicklung der Deutschen Kammerakademie zu einem international anerkannten Klangkörper. Sein Erfolg fußt auf großes Einfühlungsvermögen wie auf hohe kreative Experimentierfreude; präzise Werkkenntnis und technische Präzision immer vorausgesetzt. Hervorragende Neueinspielungen und lobende Kritiken der CDs unterstreichen dies. (mehr …)

„JE:D“ in der Alten Post: Jazz in facettenreicher Interpretation

15. November 2016 | Von | Kategorie: Neusser Kultur

Das letzte und neunte Konzert dieser Saison der Jazzreihe „Blue in Green“ (BIG) lässt das Feld des Genres noch einmal weit aufgehen. Am Mittwoch, den 16. November kommen sechs Musiker von der anderen Rheinseite. In Neuss sind sie allesamt schon bekannt und auch in dieser Kombination nicht erstmals am Start. Im vergangenen Jahr gab das neugegründete Jazz Ensemble Düsseldorf in der Alten Post seinen Einstand.

Jeder für sich ist ein Profi am Instrument, reich an musikalischen Erfahrungen im In- und Ausland und Förderpreisträger der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt. Sie wirken als Dozent, Komponist und Arrangeur und was sie verbindet, ist die Musik, der Jazz und auch ihre Stadt, Düsseldorf.
Das Jazz Ensemble Düsseldorf (JE:D) versteht sich als musikalische Plattform, die im Austausch steht; mit anderen Städten und Partnerstädten, mit einem großen Netzwerk an Musikern und Künstlern aus aller Welt – und mit anderen Sparten und Genres wie Klassik, neue Musik, Tanz, Theater und bildender Kunst. (mehr …)

Henrik Ibsens „Baumeister Solness“ im Rheinischen Landestheater – Die Illusion vom Triumph

15. November 2016 | Von | Kategorie: Neusser Kultur

Halvard Solness ist ein erfolgsverwöhnter Mann. Er ist Baumeister, hat erst Kirchen, später Wohnanlagen geschaffen. Sein Büro floriert, er kann sich vor Aufträgen kaum retten, dennoch plagen ihn Selbstzweifel. Nicht zuletzt da er über 50 ist und sich von der aufstrebenden Jugend in Kreativität und Dynamik bedroht sieht. Und gerade die Jugend, die 22-jährige Hilde, ist es, die ihn herausfordert und verleitet. Am Ende sogar vernichtet. Ein Blick in einen Emporkömmling, der von seiner Vergangenheit und seinem Alter eingeholt wird. Esther Hattenbach, die wir hier schon von „Die Nibelungen I“ und „Macht der Gewohnheit“ kennen, hat sich dem Schauspiel von 1892 angenommen. Sie lässt es reduziert brodeln und akzentuiert funkeln. Ein moderner, in Bildern gepackter, bohrender und beachtenswerter Angang.

Sicher, er hat eine Menge erlebt. Hat klein angefangen, hat seine Lehrjahre beim Architekten Knut Brovik absolviert, hat nicht studiert, sondern sich von der Pike auf nach oben gearbeitet. Er kam nicht von reichen Eltern, erst die Heirat mit Aline hat ihn in die besseren Kreise gehoben. Dann der Brand und die Vernichtung ihres großen Elternhauses. Für Aline ein Desaster, für Halvard der Grundstein seiner Karriere. Denn das große Grundstück hat er in viele, kleine Parzellen zerlegt und gebaut – und gebaut. Und viel, sehr viel Geld verdient. (mehr …)

Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Neuss: Die Stimme der Verbraucher

7. November 2016 | Von | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben

Erscheint Ihnen die Mobilfunkrechnung überhöht? Erhalten Sie zweifelhafte Mahnbriefe von Inkassobüros? Haben Sie Ärger mit dem Fitness-Studio? Müssen Sie die Küche noch nehmen, die nach einem halben Jahr noch immer nicht geliefert wurde? Können Sie den Schaden durch eine falsche Geldanlagenberatung erstattet bekommen? Was tun, wenn der Abflug in den Urlaub verspätet erfolgt? Wie kommen Sie aus dem nicht gewollten Handyvertrag wieder heraus? Wie lässt sich verhindern, dass „Free to play“ für die Eltern minderjähriger Gamer ein finanzieller Albtraum wird? Stimmt die Heizkostenabrechnung?
Kurz, das Angebot an Dienstleistungen und Waren, das man als Konsument nutzt, ist so komplex, dass man sich so manches Mal versierte Menschen an seiner Seite wünscht, die die Entscheidung begleiten. Der Markt kann zudem auch die eine oder andere Stolperfalle in sich bergen.
Hier kommt die Verbraucherzentrale ins Spiel. Ihr Ziel ist es, die Anliegen der Verbraucher zu erkennen und durchzusetzen und kompetent und neutral zu beraten. Seit 1958 ist die Verbraucherzentrale als überparteilicher, unabhängiger und gemeinnütziger Verein im Interesse der privaten Verbraucher tätig und hat seitdem Millionen von Menschen bei der Informationsfindung, ihren Entscheidungen und der Wahrnehmung ihrer Rechte geholfen. (mehr …)