Bert Römgens: Der Schützenkönig mit Herz für Neuss
28. August 2025 | Von Der Neusser | Kategorie: Aktuelles, Neusser Leben, SchützenfesteBert Römgens, seit dem letzten Schützenfest stolzer
Titelträger des Neusser Schützenkönigs, zieht kurz vor
dem Ende seiner Amtszeit eine eindrucksvolle Bilanz.
Im Fokus seiner Aktivitäten stehen sowohl die Pflege
traditioneller Bräuche als auch ein starkes Engagement
für soziale Projekte in seiner Heimatstadt Neuss.

Römgens hat seine Regentschaft genutzt, um Bräuche lebendig
zu halten und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Gesellschaft
zu leisten. Insbesondere soziale Initiativen sind ihm
eine Herzensangelegenheit. Die kontinuierliche Fortführung erfolgreicher
Projekte, wie der Aktion „Schützen gegen Krebs“, zeigt seine
Hingabe für wichtige gesellschaftliche Themen. Ein besonderes
Highlight war der diesjährige „Blutspendemarathon“, der mit über
500 Spendern einen neuen Rekord erreichte. „Es ist beeindruckend
zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, etwas zu geben“, sagt
Römgens.
Soziale Projekte und deren Bedeutung
Ein zentraler Punkt in Römgens’ Amtszeit war die Zusammenarbeit
mit dem Verein „Neuss hilft“, die speziell auf die Bedürfnisse hilfsbedürftiger
Menschen in der Stadt ausgerichtet ist. „Ich bin Max
Lennertz dankbar, dass er meine Idee unterstützt hat“, betont der
Schützenkönig. Durch seine Bemühungen konnte eine mobile ärztliche
Versorgung für obdachlose Menschen auf die Beine gestellt werden,
die nun konstant medizinische Hilfe anbietet. Diese Einrichtung
ist für Römgens nicht nur ein Erfolg, sondern auch ein wichtiges Zeichen
der Solidarität in der Stadt. Unterstützung fand er auch bei der
Johanniter Unfallhilfe und dem Neusser Rheinpark.
Ein weiteres bemerkenswertes Projekt unter seiner Regie ist das
„Abendbrot“ in Weckhoven, das obdachlosen Kindern und Jugendlichen
nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch einen sicheren
Ort bietet, um zusammenzukommen. Dies zeugt von seinem Engagement,
die Lebensqualität seiner Mitmenschen zu verbessern und
soziale Isolation zu bekämpfen.
Gemeinschaft und Kultur: Eine Verbindung schaffen
Für Bert Römgens ist die Neusser Schützenfamilie mehr als nur eine
Gruppe von Gleichgesinnten. In seinem eigenen Schützenzug, dem
Grenadierzug „Nüsser Divergenten“, haben sich Menschen aus 13
verschiedenen Nationen versammelt, die das Schützenwesen mit ihrer
Vielfalt bereichern. „Das offene Miteinander ist in Neuss spürbar,
und ich fühle mich hier zu Hause“, erklärt Römgens.
Als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Neuss-Düsseldorf ist ihm
die Wiedereröffnung der Synagoge in Neuss eine persönliche Herzensangelegenheit.
„Sie ist ein Symbol der Einheit und Vielfalt, das
für alle Menschen in Neuss steht“, sagt er stolz. Durch kulturelle Angebote und interkulturellen Austausch will er Brücken bauen unddas Verständnis untereinander fördern.
Herausforderungen im sozialen Miteinander
Dennoch erlebt Römgens mit Sorge die wachsende Verrohung
der Gesellschaft und der Sprache. Ein Vorfall im Sommer 2025, als
rechtsextreme Schmierereien im Neusser Berufskolleg für Technik
und Informatik (BTI) entdeckt wurden, hat ihn besonders betroffen
gemacht. „Das ist ein No Go“, so Römgens. Gemeinsam mit Schulleiter
Edelbert Jansen und Landrat Petrauschke setzte er ein Zeichen
gegen Hass, indem sie die Schmierereien mit Hammer und Meißel
entfernten und eine Gedenktafel mit der Aufschrift „An dieser Stelle
befand sich ein Zeichen des Hasses. Wir haben es entfernt“ anbrachten.
„Es ist wichtig, die Vergangenheit zu bewahren und junge Menschen
zu sensibilisieren“, erklärt Römgens. Er glaubt fest daran, dass das
Verständnis für die Geschichte zur Verantwortung jeder Generation
gehört – nicht aus Schuld, sondern aus der Pflicht, für eine bessere
Zukunft zu arbeiten.
Unter den Neusser Schützen sei das Interesse am jüdischen Glauben
und an der jüdischen Kultur sehr groß, berichtet er. So habe er bereits
auf Bitten einiger junger Züge mehrere Führungen in der Synagoge
mit regen Diskussionen und ehrlichem Interesse durchgeführt.
Ausblick und Abschied:
Ein Jahr voller Erinnerungen
Bert Römgens‘ Engagement für seine Stadt und seine Mitmenschen
ist unübersehbar, und er kann auf ein „superschönes Jahr“ voller
unvergesslicher Begegnungen zurückblicken. Mit einem herzlichen
Aufruf freut er sich auf das bevorstehende Schützenfest: „Ich wünsche
allen Neussern und Schützen ein wunderschönes und trockenes
Fest! Mögen die Erinnerungen an diesen besonderen Anlass für
immer in unseren Herzen bleiben.“
Die Verbindung, die Bert Römgens zu der Stadt Neuss und ihren Bürgern
geschaffen hat, wird sicherlich auch nach seiner Regentschaft
bestehen bleiben. In der vierten Dimension des Schützenkönigtums
hat er bewiesen, dass es um viel mehr geht als um Tradition – es
geht um Gemeinschaft, Mitgefühl und




