Auf den Brettern, die das Glück bedeuten

Okt242011
Geschrieben von: Lothar Wirtz
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Das Glück auf den Brettern, die die Allrounder Winterworld bedeuten, haben wir alle das ganze Jahr. Betonung liegt auf „alle“: körperlich oder geistig behinderte Skifahrer lernen und genießen auf dem „Neusser Gletscher“ gemeinsam mit nicht gehandicapten Wintersportlern den Spaß im Schnee.

Angefangen hat alles 2006/07, damals entstand die Kooperation zwischen der Skihalle und der Ski AG der Realschule Holzheim. „Meine Kinder waren damals auf der Schule“, erinnert sich Ralf Kühlkamp, einer der Geschäftsführer der ­Allrounder Winterworld. „Irgendwann hatten wir die Schüler der Ski AG so oft um Stangen fahren lassen, dass wir uns etwas anderes einfallen lassen mussten.“ Da kam Kühlkamp, der einmal den Berufswunsch „Sportlehrer für Behinderte“ hatte, die Idee: integratives Skifahren. Heißt: nicht behinderte Schüler lernen und fahren gemeinsam mit körperlich und geistig behinderten Kindern und Jugendlichen Ski. Ein Erfolg.

Idealismus und unglaublich viel zurück

Die Idee funktioniert. Die Schüler lernen soziale Kompetenz mit viel Spaß an der Sache. Sie helfen behinderten Skiläufern anfangs auf den Mono- und Bi-Skiern die Balance zu halten. Das ist gar nicht so einfach, wie sie in einem Selbstversuch vorher erfahren. Angeleitet werden sie dabei von Behinderten-Skitrainern wie Ralf Kühlkamp und seinen Kollegen. Sie alle haben dafür eine extra Ausbildung gemacht. „Auch viele Eltern, Lehrer und Geschwister sind mit viel Engagement und Idealismus dabei“, so Kühlkamp weiter. „Es ist halt schön. Dieses Gleitgefühl zu erleben, ist für die Kinder super. Die lachen die ganze Zeit, und man bekommt einfach unglaublich viel von denen zurück.“ Diese Begeisterung setzt sich auch im Ski-Service der Allrounder Winterworld fort. Die Mitarbeiter dort nehmen keine Trinkgelder persönlich an, sondern sorgen dafür, dass diese gleich in eine Spendenbox wandern. Davon werden die Mono-Ski- und Bi-Ski-Schlitten sowie Material gekauft. „Einiges leisten auch Sponsoren, wie zum Beispiel die Firma Atomic, die uns extra feste Rennbindungen gestiftet hat. Die brauchen wir für den guten Halt der Kids“, erklärt Kühlkamp. Ein bis zweimal im Monat finden die maximal dreistündigen integrativen Skikurse für Kinder und Jugendliche statt. Koordiniert werden die Kurse von Aggi Wiggers. Im Internet, auf www.allrounder.de/skigebiet/behindertensport.html findet man weitere Infos und die Kontaktdaten.

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