Ein Hoch auf unsere Hochschulen

Jan272011
Geschrieben von: Lothar Wirtz
PDFDruckenE-Mail

Wer sich in Neuss nicht weiterbildet, ist selbst schuld. Das könnte man zumindest meinen, wenn man sich die Hochschulen und ihre Angebote in unserer Stadt ansieht. Die Europäische Fachhochschule nahe dem Rheinpark, die Hochschule Neuss für Internationale Wirtschaft am Markt und die Fernuniversität Hagen, die noch an der Sternstraße sitzt, bald aber im Romaneum ihren neuen Standort haben wird.

Letztere Universität ist die erste und einzige öffentlich-rechtliche Fernuniversität im deutschen Hochschulraum, wie auch immer der sich definiert. Warum eine Fernuniversität, an der man von überall auf der Welt via Internet, E-Mail und Post studieren kann, einen Standort braucht und was die Studierenden davon haben, dazu später mehr. Vorab schon mal soviel: das Lehrangebot der Fernuniversität Hagen haben bereits über 74.000 Studierende wahrgenommen, darunter auch unser erfolgreicher Team-Manager der Deutschen Fußballnationalmannschaft Oliver Bierhoff. Kann ja also gar nicht schlecht sein, was man da so lernt. Und auch die Lern- und Studienangebote der privaten Hochschulen in Neuss sind mit ihrem konzeptionellen Ansatz der Berufsnähe lohnenswert. Für alle, die sich wirklich weiterbilden wollen und es sich leisten können.

Praktisches Lernen für eine erfolgreiche Karriere

Als einer der Gründe für den vorherrschenden Fachkräftemangel, der sich nach Expertenmeinungen auch in den nächsten Jahren kaum eindämmen lässt, wird oftmals das zu theoretische Lernen und Studieren an den Hochschulen vergangener Dekaden genannt.

Die Neusser Master-, Bachelor- und Duale Studiengänge sorgen nun seit 2009 dafür, dass Absolventen nicht nur mit einem Kopf voller Wissen in den Beruf starten, sondern auch mit der Erfahrung, dieses Wissen anzuwenden. Das funktioniert über Studiengänge, die neben der Theorie die Praxis gleichberechtigt behandeln. Hier büffeln die Studierenden nicht nur aus Büchern, hier lernen sie sich gleichzeitig im Berufsalltag zu behaupten. Für die Unternehmen und damit die späteren Arbeitgeber ein Segen. Denn wer braucht schon Schlaumeier in seiner Firma, die alles (besser) wissen, im Job aber nichts auf die Reihe bekommen. Niemand. Und in den heutigen Abläufen, wo Effizienz zum wichtigsten Gut geworden ist, hat auch niemand die Zeit, seine Arbeit liegen zu lassen, um ein Theorie-Ass in die Praxis einzuweisen. Also beteiligen sich die Unternehmen an den Studiengebühren derer, die sie später oftmals gleich in den Betrieb übernehmen. Das lohnt sich für beide Seiten.

Lernen will bezahlt sein

Studieren kostet. Das ist nicht neu. Man sollte aber bei dem Begriff „private Hochschule“ nicht unmittelbar zusammenzucken und dankend abwinken. Zum einen stellt man mit der Weiterbildung die Weichen für seinen späteren lohnenswerten Erfolg, des Weiteren ist wie erwähnt klar, dass auch öffentlich-rechtliche Hochschulen ihre Vorlesungen, Kurse, Repetitorien und dergleichen nebst zusätzlichen Lehrmaterialien nicht umsonst herausrücken. Bei der Fernuniversität zum Beispiel richten sich die Gebühren nach den belegten Kursen und den darin enthaltenen Semesterwochenstunden (SWS). Pro SWS zahlt man 20 Euro. Als Beispiel, so rechnet die Fernuniversität auf ihrer Homepage www.fernuni-hagen.de vor, kostet ein Vollzeitstudium im Bachelor of Science Wirtschaftswissenschaft 371 Euro – pro Semester. Bei der EUFH und der Hochschule Neuss zeichnen sich die Kosten durch die definierten Studienabläufe ab. 1.130 Euro gibt die EUFH auf ihrer Homepage www.eufh-neuss.de als Semestergebühr an. Aber: Da ja praxisbezogen studiert wird, übernehmen die betreffenden Unternehmen einen Großteil der Kosten. Letzten Sommer waren dies im Schnitt 875 Euro. Damit belaufen sich die Semesterkosten nur noch auf 255 Euro. Bei der Hochschule Neuss, Homepage www.hs-neuss.de bekommen die späteren Spezialisten für internationale Logistik das Studium dank der guten Zusammenarbeit mit den Unternehmen so gut wie vollfinanziert – inklusive Auslandssemester.

Lerninhalte und Persönliches

Die Lerninhalte der Hochschulen sind zu umfangreich, als dass sie hier im Einzelnen aufgezählt werden sollen. Was gleichzeitig Beleg dafür ist, dass sich der Hochschulstandort Neuss sehr gut entwickelt. Wer hier studiert hat beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt – das gilt nicht nur für Schulabgänger mit Hochschul- oder Fachhochschulreife. Auch Berufstätige mit einer abgeschlossenen Ausbildung und drei Jahren Berufserfahrung können zum Beispiel bei der Hochschule Neuss für Internationale Wirtschaft über einen Test ihr Studium aufnehmen. Welche Möglichkeiten man im Einzelnen hat, wann man sich einschreiben kann und alles weitere, erklären die Hochschulen gerne. In Vorträgen oder in einem persönlichen Gespräch. Kontakte dazu gibt es auf den Internetseiten.

Banner